Frau beißt in eine Tafel Schokolade. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Oliver Berg/dpa)

Keine Praline mit Kirsche Warum manche Schokoladen-Produkte im Sommer nicht verkauft werden

Wer im Sommer Lust auf Mon Chéri oder Überraschungseier hat, wird sie im Supermarkt nicht finden. Grund ist die geringere Nachfrage. Hersteller Ferrero argumentiert mit Qualität.

In einer SWR-Umfrage unter Schokoladenherstellern im Südwesten stellt sich heraus, dass viele von ihnen im Sommer weniger Produkte produzieren, wenn der Bedarf nicht da ist. Um den Appetit der Käufer trotz Hitze anzuregen, bringen viele Hersteller auch Sommerschokoladensorten auf den Markt – etwa mit Früchten oder Joghurt. Trotzdem gibt es auch viele der klassischen Produkte ganzjährig zu kaufen.

Ferrero nutzt die Sommerpause von Mon Chéri nach Einschätzung von SWR-Wirtschaftsredakteur Tobias Frey als Marketingmaßnahme. „Einige Menschen richten danach ihr Einkaufsverhalten aus. Sie decken sich also vor der Pause noch einmal damit ein und kaufen auch nach der Sommerpause deutlich mehr von den Produkten.“

Mit der Logistik hat die Sommerpause bei Schokoladenprodukten nichts zu tun

Auch bei Außentemperaturen um 30 Grad und mehr ist es nicht zu heiß, um die Schokolade zu produzieren und an die Läden auszuliefern. Verschiedene Schokoladenhersteller aus dem Südwesten bestätigen das. Den Klimaanlagen in den Produktionsstätten sei Dank. Bei Ritter Sport in Waldenbuch oder bei Wawi in Pirmasens wird daher auch keine Sommerpause eingelegt.

Auch die Auslieferung der Schokolade ist kein Problem: Die Lkw sind gekühlt, beim Versand per Schiff gibt es Kühlcontainer – die Kühlkette kann jederzeit eingehalten werden.

Schokoladenproduktion läuft mit „Zeitverschiebung“

Im Sommer läuft übrigens in vielen Schokoladenfabriken die Produktion von Weihnachtsmann und Nikolaus auf Hochtouren – so etwa beim pfälzischen Produzenten Wawi. Osterhasen sind dann über Weihnachten dran.

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