Mann sitzt mit freiem Oberkörper vor der Silhouette des Mainzer Doms. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Andreas Arnold/dpa)

Hitze in der Stadt Wie kluge Stadtplaner den Sommer erträglicher machen

Städte sind Hitze-Inseln. Viel Beton, wenig offener Boden oder Pflanzen, dunkle Oberflächen und überall Häuser, die Frischluftströme blockieren. Stadtplaner können aber etwas tun.

Die Innenstädte sind gerade in Sommernächten oft zehn Grad wärmer als das Umland. Und sie heizen sich weiter auf: Bei ungebremstem Klimawandel werden die Sommer in Köln Ende des Jahrhunderts so warm wie heute in Saragossa in Spanien oder in Frankfurt wie in Tirana in Albanien.

Dauer

Bei Hitze helfen grüne Wände und weiße Dächer, Wasserspiele und Frischluft-Schneisen. Ein Stadtbaum hat eine Kühlleistung wie zehn große Klimaanlagen: zwanzig bis dreißig Kilowatt. Die TU München hat das genauer untersucht: Dichtbelaubte Linden spenden an Asphaltstraßen Schatten und weil sie viel Wasser verdunsten, kühlen sie auch. Auf Rasenflächen allerdings sind die eher durchsichtigen Kronen der Robinie besser. Dann kühlt auch der Rasen darunter noch.

Zum Abkühlen in der Stadt muss kein ganzer Park angelegt werden

Durch Studien ist belegt: Verteilte Grünflächen und Bäume sind wirkungsvoller als ein großer Stadtpark. Die TU Berlin hat gemessen: Die Kühlung ist meist nur 100 Meter im Umkreis spürbar, maximal aber 300.

Problemlöser können auch Wasserflächen in jeder Form sein, oder Dach- und Fassadenbegrünung. Auch diese Bepflanzung speichert Niederschläge und das bedeutet zusätzliche Verdunstung und Kühlung an heißen Tagen. Damit können die Temperaturen nach Angaben von Länderministerien tatsächlich um drei bis elf Grad gesenkt werden.