Mann bestellt mit seiner Kreditkarte und seinem Laptop etwas im Internet. (Foto: Getty Images, Thinkstock - Poike)

Online-Shopping soll sicherer werden

Das ändert sich bei der Zahlung mit Kreditkarte

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Die EU will den Betrug beim Online-Shopping eindämmen, seit Januar gelten deshalb neue Regeln. Das Bezahlen mit Kreditkarte wird dadurch sicherer, aber auch komplizierter.

In Corona-Zeiten und gerade jetzt im Lockdown, wo die Geschäfte zu sind, kaufen viele von uns Online ein – oft auch mit der Kreditkarte. Seit Mitte Januar ist das etwas komplizierter geworden: Bei Beträgen ab 250 Euro verlangen die Händler die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung. Der Kunde oder die Kundin muss also ein zweites Mal Daten eingeben.

Authentifizierung per TAN, Fingerabdruck oder Gesicht

Viele kennen das schon vom Onlinebanking, da wurde die Methode schon vor knapp eineinhalb Jahren eingeführt. Nun also auch beim Zahlen mit der Kreditkarte im Internet. Praktisch funktioniert das so: Kunden geben wie bisher auch ihre Kreditkartennummer ein, die Prüfziffer und das Ablaufdatum. Zusätzlich wird nun eine Information abgefragt, die nur der Kunde selbst haben kann und niemand sonst. Das kann zum Beispiel eine TAN-Nummer sein, die per Banking-App abgerufen werden kann oder von der Bank per SMS aufs Smartphone geschickt wird. Manche Banken bieten auch andere Verfahren an, wie zum Beispiel einen Fingerabdruck oder Gesichtsscan. Vor der ersten Nutzung müssen Kunden mit ihrer Bank klären, welche Verfahren möglich sind.

Authentifizierung bald für alle Einkäufe nötig

Bislang greifen diese neuen Regeln für Online-Einkäufe ab 250 Euro. Ab Mitte Februar verringert sich der Betrag auf 150 Euro. Ab Mitte März gilt das bei allen Zahlungen mit Kreditkarte im Internet. Ausnahmen gibt es nur, wenn es um weniger als 30 Euro geht. In diesem Fall dürfen Banken auf die Zwei-Faktor-Authentifizierung verzichten.

Mehr Sicherheit beim Online-Shopping

Die neuen Regeln gehen auf eine Richtlinie der Europäischen Union zurück. Diese wird jetzt nach einer Übergangsfrist für den Handel endgültig auch in Deutschland umgesetzt. Damit soll sichergestellt werden, dass tatsächlich nur der rechtmäßige Inhaber mit seiner Kreditkarte einkaufen kann. In der Vergangenheit gab es immer wieder Fälle, in denen Betrüger Kreditkartendaten abgriffen und damit einkauften. Das geht nun nicht mehr so einfach. Denn Kriminelle können mit den Kreditkartendaten allein nichts mehr anfangen – sie müssten zum Beispiel auch noch das Handy oder den Computer des Kreditkartenbesitzers hacken.

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