Blick auf das BASF-Gelände. (Foto: SWR, SWR -)

Wo es klemmt beim Klimaschutz Klimaziele der Industrie in greifbarer Nähe

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Die Industrie verantwortet etwa 20 Prozent der Treibhausgase. Sie ist auf einem guten Weg: Ziel ist es, den Ausstoß an Treibhausgasen zu halbieren – zwei Drittel sind geschafft.

Die Industrie will den Ausstoß an Treibhausgasen bis 2030 halbieren – gegenüber 1990. Das ist zu zwei Dritteln bereits gelungen. Die Wirtschaft hat sowohl die Klimabelastung durch ihren Energieverbrauch gesenkt, als auch sonstige Klimagase reduziert. Vor allem die Lachgas-Emission ist deutlich zurückgegangen. Dieser hochwirksame Klimakiller – 300 Mal schädlicher als CO2 – wurde früher bei der Produktion von Salpetersäure für Düngemittel schlicht in die Luft abgelassen. Heute gibt es Katalysatoren, die das effektiv verhindern.

Die Industrie ist in den EU-Emissionshandel integriert. Das heißt, die steigenden Preise für CO2 lenken die Investitionen in die richtige Richtung. Aber es bleibt noch Einiges zu tun.

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Der Plan: Verbesserungen bei Energieverbrauch und Ressourcenschonung

Auch die Industrie will Erneuerbare Energien einsetzen, also Wind und Sonne zur Stromproduktion nutzen. Auch die Abwärme vieler Anlagen kann besser genutzt werden.

Abfallvermeidung heißt ein weiteres Schlüsselwort: Sowohl bei der Produktion als auch nach Gebrauch von Gütern. Eher akademischen Charakter haben dagegen Versuche, CO2 als Rohstoff einzusetzen. Das ist zwar denkbar und vereinzelt auch technisch machbar, frisst aber derzeit zu viel Energie und ist damit zu teuer.

Anerkennung von Öko-Experten

Aber auch das Öko-Institut in Freiburg kommt in einer kritischen Bewertung zu dem Schluss: Die Industrie wird nicht das Problem sein. Sie ist in der Lage, ihr Klimaziel für 2030 zu erreichen. Erst danach wird es in diesem Sektor dann ebenfalls eng.

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