Karussell im Kopf Was Sie über Schwindel wissen müssen

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Die Welt dreht sich. Der Boden scheint sich zu bewegen. Die Orientierung ist weg. Fast jeder vierte Deutsche kämpft im Laufe seines Lebens mit Schwindel. Das müssen Sie wissen.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
20:15 Uhr
Sender
SWR Fernsehen

Woher kommt Schwindel?

Schwindel selbst ist keine Krankheit, sondern immer nur ein Symptom für eine Krankheit. Ungefähr jeder Vierte leidet im Laufe seines Lebens unter Schwindel - bei über 80-Jährigen ist es sogar jeder Zweite. Generell gilt: Je älter man wird, desto häufiger tritt Schwindel auf.

Unter anderem durch folgende Ursachen kann er ausgelöst werden

  • entzündete Gleichgewichtsorgane
  • Rückenprobleme
  • Epilepsie
  • Schlaganfall
  • Herzprobleme
  • Tumor
  • Migräne
  • Medikamente

Welche Formen von Schwindel gibt es?

Man unterscheidet in zwei Arten von Schwindeln:

  • Der eine entsteht durch Störungen im Gehirn, also durch Tumore oder Durchblutungsstörungen bei einem Schlaganfall.
  • Der andere tritt auf, wenn Gleichgewichtsorgan (Lagerungsschwindel) oder Gleichgewichtsnerv gestört sind. Passieren kann dies durch Nebenwirkungen eines Medikaments oder eine Hirnhautentzündung.

Am häufigsten ist der Lagerungsschwindel: Bei so einer Schwindelattacke kann es die Betroffenen zur Seite ziehen, vor ihren Augen dreht es sich. Schuld daran ist das Gleichgewichtsorgan im Ohr. Hier befinden sich kleine Steinchen. Ihre Lage ist wichtig für das Gleichgewicht. Wenn so ein Steinchen sich löst und in einen Bogengang verirrt, kommt es bei Körperbewegungen zum Lagerungsschwindel.

Was tun bei akutem Schwindel?

Das wichtigste ist natürlich: Nicht fallen! Deshalb sofort hinsetzen oder festhalten. Normalerweise sollte er nach ein paar Momenten verschwunden sein.

Bei länger anhaltenden Schwindelanfällen, Kontakt mit dem Hausarzt aufnehmen. Stabilisierungsübungen für den Gleichgewichtssinn können gegen gewöhnlichen Schwindel helfen.

Welcher Arzt ist der richtige Ansprechpartner?

Als erstes immer an den Hausarzt wenden. Weiß der nicht weiter, wird man zum Neurologen oder HNO-Arzt überwiesen. Häufig vorkommende Schwindel, wie der oben genannte Lagerungsschwindel, kann der Hausarzt aber oft diagnostizieren und weiterhelfen.

Wann muss man sofort ins Krankenhaus?

Das hängt von den Symptomen ab, welche den Schwindel begleiten. Wenn Sie Arme, Beine oder andere Körperteile nicht bewegen können, kann das ein Anzeichen für einen Schlaganfall sein. Falls Sie doppelt sehen und gleichzeitig ein Gefühl der Übelkeit verspüren, kann der Schwindel sogar von einem Tumor kommen. In beiden Fällen muss man sofort das Krankenhaus aufsuchen.

Mehr Infos zum Theme Schwindel finden Sie auch bei unseren Kollegen der Sendung NDR Visite.

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