Ein Kind sitzt vor einem Bildschirm und spielt den Landwirtschaftssimulator von Giants Software. (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/Frank Molter/dpa)

Virtuelles Bauernleben Faszination Landwirtschafts-Simulator

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Der Landwirtschafts-Simulator hat eine riesige Fanbase und macht große Schritte in Richtung E-Sport. Doch worum geht es bei dem Computerspiel überhaupt?

Der Landwirtschafts-Simulator fasziniert viele Menschen. Als die neueste Version des Computerspiels Ende 2018 erschien, wurden binnen weniger Wochen über eine Million Spiele verkauft. Das Spiel des Schweizer Unternehmens Giants Software aus Schlieren bei Zürich fasziniert die Fans, weil es gerade anders ist als Shooter wie Counter-Strike oder Fortnite oder auch Echtzeitstrategiespiele wie Anno oder Age of Empires.

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Spieler beackern beim Landwirtschafts-Simulator einen virtuellen Bauernhof

Beim Landwirtschafts-Simulator startet der Spieler mit einem virtuellen Bauernhof. Er muss seine Felder pflügen, Getreide aussähen und später ernten. Dabei stehen ihm Traktoren, Mähdrescher und andere Gerätschaften aus der realen Landwirtschaft zur Verfügung. Auch Tiere wie Hühner oder Kühe können gehalten werden. Die Fahrzeuge sind dabei Traktoren der realen Landwirtschaft realitätsgetreu nachempfunden. Den Spielern steht eine breite Auswahl an Fahrzeugen verschiedener Hersteller zur Verfügung.

Je nach Schwierigkeitsgrad wird der virtuelle Landwirt mit Ernteausfällen, schlechten Getreidepreisen und knallharter Konkurrenz konfrontiert.

Jährliches Fantreffen – die Farmconvention

Jedes Jahr veranstaltet Giants Software eine sogenannte Farmconvention, kurz Farmcon, bei der sich zahlreiche Fans treffen. Dort erfahren sie nicht nur Neuerungen des Spiels, sondern können auch mit den Entwicklern direkt ins Gespräch kommen. Diese greifen gerne Anregungen aus der Community auf. Einige Mitarbeiter sind selbst ehemalige Fans, die Fahrzeuge und Erweiterungen vorgeschlagen beziehungsweise programmiert haben.

Neuerdings gibt es auch eine eigene E-Sport-Liga für den Landwirtschafts-Simulator, die sogenannte Farming Simulator League. Hier können sich Teams gegeneinander messen. Insgesamt werden während der Saison Preisgelder in Höhe von 200.000 Euro ausgeschüttet. Diese Gelder werden von Sponsoren bereitgestellt. Auch mehrere Hersteller von Landwirtschaftsmaschinen treten mit eigenen Mitarbeiterteams in der Liga an.

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Gespielt wird von Jung bis Alt

Der Landwirtschafts-Simulator richtet sich aber nicht nur an Profizocker, sondern hat eine breite Zielgruppe. Viele haben einen landwirtschaftlichen Background, doch von Jung bis Alt kann jeder das Spiel spielen.

„Wir haben viele Landwirte oder Leute, die irgendwie im Bereich Landwirtschaft tätig sind. Wir haben auch viele Kinder dabei und durch das Band durch normale Spieler, quasi nicht-Landwirtschaftsfans, bis hin zu Erwachsenen.“

Stefan Geiger, Mitgründer und CTO Giants Software
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