Steuerdschungel Christbaum Skurrile Mehrwertsteuer für Tannenbäume

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Für Tannenbäume gibt es vier verschiedene Mehrwertsteuersätze. Der Satz hängt auch davon ab, wo der Christbaum gewachsen ist. Auch bei anderen Produkten ist die Mehrwertsteuer teilweise skurril.

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20:15 Uhr
Sender
SWR Fernsehen

Für Tannenbäume ist die Höhe der anfallenden Mehrwertsteuer unübersichtlich. Wird ein im Wald wild gewachsener Baum direkt von einem Landwirt verkauft, fallen nur 5,5 Prozent Mehrwertsteuer an. Ein Händler, der den Baum zuvor selbst gekauft hat, muss seinen Kunden 7 Prozent in Rechnung stellen. Stammt der Baum dagegen aus einer Großkultur, fallen 10,7 Prozent an. Auf einen fertig geschmückten Baum ist sogar der volle Satz von 19 Prozent zu entrichten.

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Mehrwertsteuer auch bei anderen Produkten teilweise skurril

Der Weihnachtsbaum ist aber nicht das einzige Produkt mit skurriler Besteuerung. Generell gilt: Normalerweise fallen 19 Prozent Mehrwertsteuer an. Für Produkte des täglichen Bedarfs fallen in der Regel nur sieben Prozent an. Doch welche Produkte unter die ermäßigte Mehrwertsteuer fallen, sorgt zum Teil für Kopfschütteln.

1 Apfelprodukte: Flüssig wird's teuer

Äpfel werden als Gut des täglichen Bedarfs reduziert besteuert, sieben Prozent des Kaufpreises muss der Kunde also drauflegen. Wer das Obst allerdings lieber in flüssiger Form zu sich nimmt, muss tiefer in die Tasche greifen: Bei Apfelsaft greift der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent.

2. Currywurst: Im Stehen ein Schnäppchen

Wer an der Imbissbude eine Currywurst kauft und sich dort an einen Tisch setzt, muss 19 Prozent Mehrwertsteuer zahlen. Ungemütlicher wird's, wenn man die Wurst im Stehen isst – aber dafür auch deutlich günstiger: Bei der „Wurst-to-go“ greift der Staat nur sieben Prozent Mehrwertsteuer ab. Ähnliches gilt für die meisten Snacks, die sowohl zum Mitnehmen als auch zum Essen vor Ort angeboten werden: Wer seine Mahlzeit auf die Hand nimmt, zahlt weniger Steuern.

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3. Süßkartoffeln mit gesalzenem Preis

Auch Kartoffeln fallen in Deutschland unter den reduzierten Mehrwertsteuersatz, sie gehören zum Grundbedarf. Anders sieht es bei Süßkartoffeln aus: Für sie ist der normale Satz zu zahlen, also 19 Prozent.

4. Trüffel gehören zum Grundbedarf

Wenn eine Pflanze für einen ausschweifenden Lebensstil steht, dann ist es der Trüffel. Wer den Pilz regelmäßig auf dem Speiseplan hat, lebt in Luxus. Die Mehrwertsteuerregeln sehen das allerdings anders: Bei einem Trüffel fällt nur der reduzierte Satz an. Er gilt vor dem Gesetz also Grundbedarfsmittel.

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