Eine Plastiktüte hängt in einem Baum (Foto: dpa Bildfunk, Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa)

Umweltbewusster Einkaufen Plastiktüten: 25 Minuten benutzt, Jahrhunderte in der Natur

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Einweg-Plastiktüten gelten als Symbol der Wegwerfgesellschaft: Herstellung und Transport verbrauchen Ressourcen und belasten das Klima. Es gibt nur eine umweltfreundliche Alternative.

Plastiktüten werden im Schnitt nur schätzungsweise 25 Minuten genutzt – die reine Verschwendung. Wenn die Tüten in der Umwelt landen, machen sie erst recht Probleme. Viele Kunststoffe zersetzen sich erst nach Jahrhunderten, warnt das Umweltbundesamt. Der Plastikmüll verschmutzt die Meere und wird zur tödlichen Gefahr für Fische, Seevögel und Co..

Einweg-Tüten aus biologisch abbaubarem Plastik übrigens sind laut Deutscher Umwelthilfe keine Alternative – in der Natur zersetzen sie sich ähnlich schlecht wie herkömmliche Plastiktüten.

Immerhin: Die Deutschen verbrauchen immer weniger Plastiktüten

Im Vergleich zu 2015 hat sich der Pro-Kopf-Verbrauch von Plastiktüten mehr als halbiert – das zeigen Zahlen der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung. Heute greift jeder Deutsche im Schnitt nur noch 24 Mal im Jahr an der Ladenkasse zur Plastiktüte – also grob alle zwei Wochen einmal. Mögliche Gründe für den Rückgang: Das schlechte Image von Plastiktüten – und die Tatsache, dass der Handel heute meist 10 bis 15 Cent pro Tüte verlangt. Trotzdem bleibt es dabei: Noch immer wandern deutschlandweit fast zwei Milliarden Plastiktüten pro Jahr über die Ladentheken. Ein Verbot könnte damit aufräumen.

Vorsicht: Andere Einweg-Lösungen sind nicht unbedingt besser

Nicht wenige Kunden nehmen statt einer Plastiktüte beim Einkaufen inzwischen eine Einweg-Papiertüte. Sieht öko aus – und Papier hat den großen Vorteil, dass es sich in der Natur recht schnell abbaut. Aber die Herstellung von Papiertüten verbraucht ebenfalls jede Menge Ressourcen: Energie, Wasser und Chemikalien - bei gleicher Reißfestigkeit sogar mehr als die Pendants aus Plastik.

Nachhaltig sind nur Mehrweg-Einkaufsbegleiter

Rhabarber im Korb (Foto: Colourbox, Colourbox -)
Die klassische Jutetasche und der Stoffbeutel, der Einkaufskorb oder das -netz sind die bessere Wahl. Colourbox -

Umweltschützer fordern darum: In Zukunft lieber auf Mehrweg setzen statt auf Plastik, auf stabile Taschen, Rucksäcke, Körbe – je öfter sie genutzt werden, desto besser für die Umwelt.

Wo große Teile des Plastiks in der Umwelt herkommen

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