Drei Stromstecker werden hochgehalten. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Carsten Rehder/dpa)

So finden Sie den besten Tarif Fünf Tipps für den Anbieterwechsel bei Strom, Gas und Co.

AUTOR/IN

Verbraucherschützer raten dazu, Fixkosten regelmäßig zu überprüfen – dazu zählen unter anderem Verträge mit Strom- oder Gasanbietern. Beim Wechsel gibt es Einiges zu beachten.

Jeder kennt das: Die meisten Verträge laufen für ein Jahr und verlängern sich um ein weiteres – falls der Kunde nicht rechtzeitig kündigt. Dabei lohnt sich der Wechsel oft, gerade bei den Energieanbietern.

Tipp 1: Tatsächlichen Verbrauch checken

Viele Anbieter gehen bei der Tarifberechnung von Durchschnittswerten aus, etwa: Ein Vier-Personen-Haushalt verbraucht pro Jahr 4250 kWh Strom. Nach dieser Schätzung wird der Abschlag berechnet. Um Überraschungen am Ende des Jahres zu vermeiden, schauen Sie sich Ihre letzte Jahresabrechnung genau an: Wie hoch lag Ihr Verbrauch tatsächlich? So stellen Sie sicher, dass Sie nicht einen viel zu hohen Abschlag bezahlen. Aber auch nicht so wenig, dass mit einer höheren Nachzahlung zu rechnen wäre.

Ein Wechselstromzähler in einem Stromkasten eines Haushaltes. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa /Arno Burgi)
Der tatsächliche Verbrauch ist entscheidend, um den richtigen Tarif zu finden. picture alliance/dpa /Arno Burgi

Tipp 2: Vergleichsportale richtig nutzen

Geben Sie Ihre Verbrauchsdaten in mehrere Internet-Vergleichsportale ein und prüfen sie genau, ob die Voreinstellungen – etwa, welche Faktoren in die Preisberechnung einfließen – mit ihren Wünschen übereinstimmen. Möchten Sie, dass eine Bonuszahlung eingerechnet wird? Sollen Anbieter angezeigt werden, die auf Vorauskasse bestehen? Nur wenn Sie auf verschiedenen Portalen dieselben Bedingungen einstellen, können Sie die Preise richtig vergleichen.

Beispiel Rheinland-Pfalz: Große regionale Unterschiede bei den Strompreisen:

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Tipp 3: Vorsicht bei Bonus-Versprechen

Anbieter knüpfen einen möglichen Bonus an Bedingungen. So zahlen manche Versorger eine Geldprämie direkt aus bzw. verrechnen sie mit den Abschlägen – andere überweisen den Bonus erst dann, wenn der Kunde mindestens ein zweites Jahr treu bleibt. Eine Studie der Verbraucherzentralen hat ergeben, dass Bonustarife im ersten Jahr zwar meist Geld sparen – aber nicht nennenswert. Im zweiten Vertragsjahr rentierten sich die untersuchten Bonustarife nicht mehr. Außerdem sei nicht transparent, dass in manchen Fällen der Bonus gar nicht ausgezahlt werde.

Tipp 4: Fristen im Auge behalten

Sowohl die Vertragslaufzeit als auch die Kündigungsfrist sollten Sie sich genau anschauen, bevor Sie einen Vertrag abschließen. Je kürzer die Vertragsdauer, desto schneller können Sie wechseln. Dasselbe gilt für die Kündigungsfrist. Eine gewisse Flexibilität ist vor allem wichtig, wenn sich der Markt so entwickelt, dass die Tarife allgemein günstiger werden. Hat Ihr Tarif eine Preisgarantie, sind Sie während der Laufzeit vor Überraschungen geschützt. Der Strompreis kann also für den gewählten Zeitraum nicht steigen.

Tipp 5: Anbieter überprüfen

Wenn ein Anbieter ein viel günstigeres Angebot macht als alle anderen, sollten Sie misstrauisch werden. Es lohnt sich aber in jedem Fall, den Versorger, den Sie ins Auge gefasst haben, zu überprüfen. Suchen Sie im Internet nach Erfahrungen von Kunden. Gibt es kaum Bewertungen oder sehr viele Beschwerden, suchen Sie sich lieber einen anderen Anbieter und vereinbaren Sie auf keinen Fall eine Vorauskasse für den Jahresbeitrag. So halten Sie Ihr Risiko gering, bei einer Pleite auf größerem Schaden sitzenzubleiben.

AUTOR/IN
STAND