Schäden am Haus So wird man Marder wieder los

Haben Marder es sich erst mal im Haus gemütlich gemacht, richten sie leicht Schäden von mehreren tausend Euro an. Wie kann man sie vergraulen?

Dauer

Steinmarder sehen zwar putzig aus - als ungebetene Gäste unter dem Dach können sie aber extrem lästig werden. So zerfetzen sie gerne Dämmmaterial, um sich Nester zu bauen und hinterlassen Kot und Essensreste. Zudem kann ihr Getrappel und Scharren eine durchaus störende Lautstärke annehmen. Wer sie einmal hat, wird die unbeliebten Mitbewohner schwer wieder los.

Schonzeit zwischen März und September

Marder stehen wie andere Wildtiere unter Naturschutz und dürfen nicht so einfach gejagt werden. Man darf sie jedoch vertreiben - aber nur von Oktober bis Februar! im Sommerhalbjahr gilt eine Schonzeit für die Tiere.

Herausgerupfte Dämmwolle in Dachboden (Foto: SWR, SWR -)
Marder können in Immobilien große Zerstörung anrichten. SWR -

Lebendfallen lehnt der Naturschutzbund NABU ab, da eine hohe Verletzungsgefahr für die Tiere bestehe, wenn sie versuchen, sich zu befreien. Außerdem haben Marder einen sehr guten Orientierungssinn und schaffen es, im Umkreis von 20 Kilometern den Weg in ihr altes Revier zurück zu finden.

So vertreiben Sie die Tiere

Um den Mardern das Leben im Haus möglichst schwer zu machen, kann man sie mit folgenden Maßnahmen versuchen zu stören:

  • Helles Licht und laute Musik - Marder mögen es dunkel und ruhig. Häufiges Rumräumen auf dem Dachboden kann auch helfen, sie zu vertreiben
  • Hunde- und Katzenhaare wegen des Geruchs nach anderen Tieren
  • WC-Steine in der Nähe des Einstiegslochs - der starke Geruch soll sie abschrecken
  • Ultraschallgeräte, die einen hohen Pfeifton aussenden oder kleine Elektroschockgeräte, bei denen die Tiere einen kleinen Stromschlag bekommen, wenn sie es berühren, können ebenfalls Abhilfe schaffen
  • Marder sind gute Kletterer und steigen immer über das Dach ein. Man sollte es ihnen so schwer wie möglich machen, da hinzukommen. Pflanzen, die nahe des Hauses wachsen, sollten zurückgeschnitten werden. Am Fallrohr der Regenrinne kann man einen Stachelkranz als Marderschutz anbringen - dieser ist für rund 15 Euro im Baumarkt erhältlich
  • Verrammeln sie alle Schlitze und Löcher, durch die der Marder ins Dach gelangen könnte, am besten mit Dachlatten und Maschendraht
  • Helfen alle Maßnahmen nichts, muss ein Kammerjäger her. Auch dieser darf den Marder nur außerhalb der Schonzeit vertreiben

Marder im Auto

Marder lieben den warmen, dunklen Motorraum von Autos. Wenn es ihnen hier gefällt, hinterlassen sie ihre Duftmarken als Zeichen ihres Reviers. Das Problem: Riecht ein anderer Marder die fremden Duftmarken - beispielsweise, weil das Auto in seinem Revier geparkt wurde - lässt dieser seine Wut über den Eindringling an den Autoteilen unter der Motorhaube aus. Er zerfetzt dann Kabel, Schläuche und Isolationsmaterial.

Wie kann ich mein Auto schützen?

Für einige Modelle gibt es bestimmte Motorwannen, in die der Marder nicht hinein kommt. Auch ein Maschendrahtgitter, zwischen die Vorderreifen gelegt, soll helfen: Marder laufen nicht gerne über das Drahtgeflecht.

Der Text gibt den Stand zum Sendungsdatum wieder.

Filmautorin: Maike Busse | Online: Sola Hülsewig
© SWR Marktcheck

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