Eine Hand zählt mehrere Geldscheine in einem Geldbeutel. (Foto: dpa Bildfunk, Monika Skolimowska)

Rente, Kindergeld, Porto, Steuererklärung Das ändert sich zum 1. Juli

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Der erste Juli läutet nicht nur die Hälfte des Jahres ein. Er ist auch der Tag, ab dem einige neue Gesetze und Richtlinien gelten. Die wichtigsten Neuerungen:

Midi-Jobber dürfen mehr verdienen

Für Beschäftigte, die mehr als 450 Euro pro Monat verdienen, galt bisher die Gleitzonen-Regelung. Diese beinhaltet eine reduzierte Abgabe der Sozialversicherungsbeiträge für Beschäftigte, die zwischen 450 und 850 Euro verdienen. Ab sofort können Beschäftigte bis zu 1.300 Euro verdienen und profitieren trotzdem von den reduzierten Sozialversicherungsbeiträgen.

Dauer

Kindergeld ist gestiegen

Eine gute Nachricht für alle Eltern. Ab Juli steigen nämlich die Sätze für das Kindergeld. Für jedes Kind gibt es jetzt zehn Euro mehr pro Monat. Für das erste und das zweite Kind bekommen Eltern ab sofort 204 Euro pro Monat, für das dritte Kind 210 Euro pro Monat. Ab dem vierten – und jedem weiteren Kind gibt es jeweils 235€ pro Monat.

Rentner bekommen mehr Geld – und werden teilweise steuerpflichtig

Auch die meisten Rentner können sich auf mehr Geld freuen. In Westdeutschland bekommt ein Rentner ab sofort etwa 3,18 Prozent mehr Rente. Bei einer Rente von 800 Euro wären das etwas mehr als 25 Euro pro Monat, die der Rentner mehr verdienen würde. Im Osten liegt die Erhöhung bei 3,91 Prozent. Das wären bei einer Rente von 800 Euro, über 31 Euro mehr pro Monat.

Der Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland liegt darin, dass die Bundesregierung die Renten im Osten und im Westen nach und nach angleichen will. Durch die Erhöhung der Rente fallen aber knapp 50.000 Rentner aus dem Steuerfreibetrag. Diese Rentner müssen dann Einkommensteuer bezahlen.

Porto für Briefe und Postkarten steigen

Die letzte Erhöhung des Portos für Standardbriefe und Postkarten war im Jahr 2016. Damals stieg der Preis für einen Standardbrief von 62 Cent auf 70 Cent. Ab sofort werden 80 Cent dafür fällig. Für eine Postkarte beträgt das Porto jetzt 60 Cent statt bisher 45 Cent. Auch Büchersendungen, Einschreiben sowie Warensendungen ins In- und Ausland sind teurer geworden.

Steuererklärug kann später abgegeben werden

Die Steuererklärung ist für viele eine nervige und unangenehme Aufgabe. Wer seine Steuererklärung für 2018 noch nicht gemacht hat, der hat Glück, denn der Stichtag für die Abgabe ist seit diesem Jahr der 31. Juli und zwar für alle, die ihre Steuererklärung selber abgeben. Allerdings ist es dafür schwieriger eine Verlängerung zu beantragen. Die Finanzämter akzeptieren Verlängerungen nur noch in Ausnahmefällen, zum Beispiel, wenn eine Person nicht selbst verschuldet in Verzug kommt. Bei einer verspäteten Abgabe werden ab sofort mindestens 25 Euro Verspätungszuschlag pro verspäteten Monat fällig. Der Zuschlag richtet sich nach der festgesetzten Steuer und kann höchstens bei 25.000 Euro liegen.

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