Onlineshopping Betrug bei Amazon & Co

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Viele Menschen vertrauen beim Onlineshopping großen Namen wie Amazon. Aber auch auf diesen Plattformen lauern Betrüger. Worauf Sie beim Onlineeinkauf achten sollten.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
21:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen

Immer wieder sind auf Onlineplattformen Betrüger unterwegs. Sogar auf Amazon. Vermeintliche Verkäufer mailen den Kunden nach dem Kauf des Produkts, dass es derzeit einen internen Fehler gebe (Fehler 2045), daher könne das Geld nicht über das Amazon- System überwiesen werden. Unter einer Amazon-Marketplace-Mailadresse, wird der Kunde dann aufgefordert, das Geld direkt auf das Konto des Verkäufers zu überweisen. Doch weil der Kauf nicht über das interne Bezahlsystem von Amazon abgewickelt wird, greift der auch Amazon Käuferschutz nicht.

Zahlreiche Betrugsfälle auf Amazon mit angeblichem „Fehler 2045“

Laut dem Onlinemagazin Watchlist-Internet sind seit Juli 2019 schon etliche Kunden auf die Betrugsmasche reingefallen. Sie läuft immer gleich ab: Zuerst bestellt der Kunde, dann taucht der angebliche Fehler 2045 auf und der Kunde wird um eine direkte Überweisung gebeten.

„Es ist auf der einen Seite richtig, dass außerhalb des Systems von Amazon keine Bezahlungen vorgenommen werden dürfen auf der anderen Seite muss man aber auch sehen, dass der Besteller hier eine Nachricht aus dem System von Amazon aus einem bestehenden Shop erhalten hat und insofern von den Äußerlichkeiten her erstmal davon ausgehen musste, dass hier tatsächlich der Kunde einen anderen Bezahlvorgang wählen sollte.“

Wir fragen nach, was Amazon konkret gegen diese Betrugsmasche unternimmt. Das Unternehmen teilt uns mit:

„Sollten Verkaufspartner gegen die von ihnen akzeptierten Teilnahmebestimmungen verstoßen, ergreifen wir umgehend Maßnahmen zum Schutz der Kunden. Diese beinhalten auch die etwaige Schließung der Verkaufspartner-Konten.“

Kommunikation bei Ebay-Kleinanzeigen

Kommunizieren Sie nur über den Messenger von Ebay-Kleinanzeigen. Sollten Interessenten mit Ihnen über andere Kanäle sprechen oder schreiben wollen, sollten Sie es ablehnen. Durch den Ebay eigenen Messenger ist der gesamte Schriftverkehr dokumentiert und kann auch der anderen Person klar zugeordnet werden.

PayPal

Bei Zahlungen über Paypal, sollten Sie die Ware nur an die Person und Adresse schicken, die bei PayPal angegeben wurde. Wenn Sie die Ware an einen anderen Empfänger schicken, greift der PayPal Käuferschutz nicht mehr und das Geld ist weg. Auch die Funktion „Freunde und Familie“ sollten Sie nur bei Personen wählen, die Sie persönlich kennen. Denn bei Zahlungen über „Freunde und Familie“ fallen zwar keine Gebühren an, aber der PayPal-Käuferschutz greift bei dieser Variante nicht.

Persönliche Übergabe

Bei kleineren Beträgen und handlichen Waren können Sie auch eine persönliche Übergabe vereinbaren. Dies hat den Vorteil, dass Sie sich sich direkt davon überzeugen können, dass die Ware unversehrt ist und beispielsweise Elektronik funktioniert. Bei einer persönlichen Übergabe können Sie sich auch den Personalausweis zeigen lassen und so sicher gehen, dass es sich auch wirklich um den Verkäufer handelt.

Vorsicht bei dubiosen Geschichten

Kommt Ihnen der Verkäufer komisch vor, sollten Sie den Onlinekauf besser abbrechen. Häufig verlangen Betrüger, dass Sie zum Beispiel für Transportkosten in Vorkasse gehen. Dies sollten Sie auf keinen Fall tun. Auch eine beliebte Masche: Betrüger fordern Sie auf, die Zahlung auf das Konto einer anderen Person zu überweisen. Das Geld sollte immer an die Person gehen, von der Sie auch die Ware erhalten.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik gibt auf seiner Webseite weitere Tipps, worauf beim Onlineshopping zu achten ist.

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