Auf einer Packung Joghurt ist der sogenannte Nutri-Score mit der Note "B" zu sehen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Christophe Gateau/dpa)

Französische Lebensmittelampel Foodwatch empfiehlt „Nutri-Score“

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Grün ist top, rot ist flop: So einfach sollten Nährwertangaben auf Lebensmitteln dargestellt werden, fordert die Verbraucherorganisation Foodwatch. Zum Beispiel wie in Frankreich.

Mehr als zehn verschiedene Systeme zur Nährwertkennzeichnung von Lebensmitteln gibt es weltweit. Bei fünf davon hat Foodwatch wissenschaftlich untersuchen lassen, welches für Verbraucher am verständlichesten ist. Klarer Gewinner ist der französische Nutri-Score, auf den auch bereits einige deutsche Hersteller setzen.

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Nährwertkategorie wird wissenschaftlich errechnet

Der Nutri-Score zeigt in fünf farbigen Kategorien auf einen Blick an, ob das Müsli, der Erdbeerjoghurt oder die Fischpfanne etwas für jeden Tag ist oder nicht. In welches dieser Felder das verarbeitete Lebensmittel passt, wird wissenschaftlich berechnet.

Für viel Fett und Zucker etwa werden Minuspunkte vergeben. Positiv kann gleichzeitig auf die Kennzeichnung einwirken, wenn im Lebensmittel mehr Ballaststoffe, Obst- und Gemüseanteile enthalten sind.

Nutri-Score wird in Europa immer beliebter

Damit gebe es einen Anreiz für die Hersteller, die Rezepturen positiv zu verändern, vermutet auch der Bundesverband der Verbraucherzentralen. Niemand werde gezwungen anders einzukaufen, aber die Ampel gebe eine leichte Orientierung.

In Frankreich nutzen bereits mehr als 80 Lebensmittelhersteller den Nutri-Score. Spanien und Belgien ziehen gerade nach. Und auch Portugal unterstützt diese freiwillige Produktkennzeichnung.

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