E-Roller sollen Mobilität in Städten vereinfachen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Nicolas Armer/dpa)

Nachhaltige Verkehrswende Darum sind E-Scooter nicht umweltfreundlich

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Elektro-Tretroller unterstützen die Verkehrswende nicht. So lautet die Einschätzung des Umweltbundesamtes, nachdem es erste Zahlen zur Nutzung von E-Scootern ausgewertet hat.

E-Roller werden hauptsächlich für kürzere Wege von etwa zwei Kilometern in den Innenstädten genutzt, so das Umweltbundesamt in seiner aktuellen Einschätzung von E-Scootern. Das sei schlecht für Umwelt und Gesundheit. Denn etwa 85 Prozent der Nutzer wären ohne die Roller zu Fuß gegangen oder hätten die öffentlichen Verkehrsmittel beziehungsweise das Fahrrad genutzt.

Umweltfreundliche Mobilität: E-Roller fehlen in Außenbezirken der Städte

E-Scooter unterstützten nach Meinung des Umweltbundesamtes aber nur dann eine umweltfreundliche Mobilität, wenn sie Autos ersetzen. Erste Zahlen zur Nutzung von E-Rollern aus Berlin und Paris zeigen jedoch, dass genau das nicht klappt. Dafür müssten die Roller statt in den Innenstädten in den Außenbezirken von Großstädten zur Verfügung stehen. Dann könnten die Menschen ihre Autos dort stehen lassen oder sogar abschaffen. Das würde außerdem auch Autos aus der Stadt halten.

Eine geringe Lebensdauer der Leih-Roller und deren Akkus spielen bei der Einschätzung des Umweltbundesamtes ebenfalls eine Rolle. Die Stiftung Warentest kommt aktuell zu ähnlichen Ergebnissen.

Mobil in der Schweiz: E-Roller zum leihen werden immer beliebter (Foto: SRF)
E-Roller sind erst dann nachhaltig, wenn sie Autos ersetzen. SRF

Nachhaltiger Verkehr für Kommunen

Unter welchen Bedingungen Leih-E-Roller nachhaltig eingesetzt werden können, dazu gibt das Umweltbundesamt Hinweise. Darüber hinaus geben der Deutsche Städtetag und die Denkfabrik Agora Verkehrswende konkrete Handlungsempfehlungen auch für Städte und Gemeinden.

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