Das Logo des britischen Reisekonzerns Thomas Cook vor der Zentrale des deutschen Ablegers in Oberursel. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Silas Stein/dpa)

Nach Pleite des Mutterkonzerns Auch deutsche Thomas Cook-Tochter stellt Insolvenzantrag

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Drei Tage nach der Pleite des britischen Touristikonzerns Thomas Cook hat nun auch seine deutsche Tochter Insolvenz angemeldet. Thomas Cook Deutschland hat 2000 Mitarbeiter.

Rund 140.000 Urlauber sind aktuell mit den Marken Thomas Cook, Neckermann und Bucher Reisen, Öger Tours und Air Marin unterwegs.

Deutsche Reisende müssen ihren Urlaub abbrechen

Die Insolvenz hat zur Folge, dass jetzt auch für die deutschen Urlauber die Rückholaktion startet. Die Briten werden bereits seit Montag nach Hause geflogen. Das kommt jetzt auch auf die deutschen Gäste zu.

Anders als in Großbritannien wird das von Deutschland aus aber nicht von der Regierung gesteuert. Thomas Cook muss sich hier selbst darum kümmern, dass die Gäste wieder nach Hause kommen und etwa Flüge mit Condor organisieren, die Airline fliegt ja noch.

Wenn die Kapazitäten nicht reichen, müssen die Urlauber auf andere Flüge umgebucht werden. Die Kosten für das alles übernimmt die Versicherung von Thomas Cook, in diesem Fall die Zurich Versicherung.

Versicherung muss auch Hotelrechnungen zahlen

Das heißt auch, die Hoteliers vor Ort haben jetzt einen Anspruch darauf, dass die Versicherung die Hotelrechnungen übernimmt. In den letzten Tagen gab es immer wieder Berichte darüber, dass Hotels von den  Gästen noch einmal Geld sehen wollten, weil Thomas Cook nicht überwiesen hat. Dieses Vorgehen war illegal. Jetzt werden die Hoteliers die Urlauber hoffentlich in Ruhe lassen.

Deutsche Reisemarken haben eventuell noch eine Zukunft

Für Thomas Cook Deutschland wird jetzt ein Insolvenzverwalter bestellt, der schaut was noch zu retten ist. Der deutsche Reiseveranstalter ist zuversichtlich, dass die Marken Neckermann Reisen, Öger Tours und Bucher Reisen auch nach der Insolvenz noch eine Chance auf Zukunft haben.

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