Auto mit Heckaufkleber "Ich fahre mit Strom" (Foto: SWR)

Mehr Sicherheit für Fußgänger Elektroautos mit künstlichem Sound

AUTOR/IN

Elektroautos sind bisher eher leise unterwegs. Ab 1. Juli sollen E-Autos hörbar sein, wenn sie langsam fahren. Eine EU-Verordnung verlangt jetzt Geräusche - zur Sicherheit.

Autos machen nicht nur viel Dreck, sondern auch viel Lärm – jedenfalls die mit Verbrennungsmotor. Das neue, akustische Warnsignal für Elektroautos – das so genannte „Acoustic Vehicle Alerting System“ (AVAS) – soll ab Juli immer dann Laut geben und Lärm machen, wenn ein E-Auto an sich ganz leise wäre. Also beim Starten und bis zu einer Geschwindigkeit von etwa 20 Kilometern pro Stunde, etwa im Stadtverkehr.

Dauer

Sobald es schneller fährt, hört man das E-Auto wegen der Abrollgeräusche der Reifen und des Windwiderstands sowieso, sagen Techniker. Das ist übrigens auch bei modernen Verbrennerfahrzeugen so, dass die Nebengeräusche bei höherer Geschwindigkeit den Motorenklang übertönen.

Schutz für Fußgänger, besonders für Sehbehinderte und Blinde

Dass man Autos nicht nur sehen, sondern auch hören kann, wissen bereits Kleinkinder. Und sie verlassen sich im Zweifel auch darauf. Ebenso übrigens wie wir Erwachsene, die beim Straße-Überqueren oft nur noch einen schnellen Blick werfen. Denn dass Autos Lärm machen, haben wir eben so gelernt. Wenn sie es nicht mehr tun würden, könnte es für Fußgänger – egal, ob alt oder jung, besonders aber für Sehbehinderte und Blinde – gefährlich werden. Deshalb soll AVAS diese Gefahr künftig mindern.

Die große Herausforderung für die Sounddesigner der großen Autohersteller war es übrigens, ein Geräusch zu finden, dass die E-Autos zwar hör- und damit wahrnehmbar für uns macht – ohne aber dabei gleich in neuen Lärm auszuarten. Ob das gelungen ist, wird sich zeigen.

AUTOR/IN
STAND
ONLINEFASSUNG