Keime und Bakterien So unhygienisch sind Küchenschwämme

Wir haben Schwämme aus diversen Küchen eingesammelt und auf Keime und Bakterien getestet. Das Ergebnis ist erschreckend.

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Im Küchenschwamm herrschen optimale Bedingungen für Bakterien, Keime und Mikroorganismen, das hat vor kurzem eine Studie von Forschern der Hochschule Furtwangen (HFU), der Justus Liebig-Universität Gießen und des Helmholtz Zentrums München nachgewiesen. Das Ergebnis ist so schockierend, dass es international Beachtung fand - in Russland, Asien, Europa, den USA – sogar die New York Times berichtete darüber.

Denn: Ekliger als Küchenschwämme geht es kaum.

Stichprobe: Nur unter Studienbedingungen so ekelig?

Wie viele und welche Keime auf Küchenschwämmen von "jedermann" zu finden sind, das wollen wir genauer wissen. In einem Stuttgarter Wohngebiet sammeln wir acht Schwämme ein - unangekündigt und im Tausch gegen neue. Im Labor kommt jeder Schwamm einzeln in eine sterile Flüssigkeit, bis er komplett durchtränkt ist. Danach wird geschüttelt, bis die Lösung die vorhandenen Keime aus jedem einzelnen Schwamm aufgenommen hat. Diese Flüssigkeit wird auf so genannte Agar-Platten aufgebracht; dem Nährboden für die Mikroorganismen. Danach geht es für vier Tage in den Brutschrank. Wie hoch ist die Keimbelastung in unserer Stichprobe?

Denn nicht nur die Masse macht’s, auch auf unseren Schwämmen tummelt sich offensichtlich das "Who is Who" der besonders ekligen und stinkenden Mikroorganismen - auch Fäkalbakterien.

Was gefällt den Keimen so außerordentlich gut an den Schwämmen?

Spülmaschine, Mikrowelle, Waschmaschine - gibt’s irgendwelche Möglichkeiten, die Schwämme wieder sauber und keimfrei zu kriegen?

Nach einer Woche wegwerfen!

Erhitzen macht die Sache also eher noch schlimmer … schade! Das einzige was hilft, wenn man ganz sicher gehen möchte: Wegwerfen - und zwar am besten nach einer Woche.

Filmautorin: Michaela Krause | Online: Dorothée Panse
© SWR Marktcheck

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