Helfer für den Garten Mähroboter im Test

AUTOR/IN

Mähroboter mähen den Rasen im Alleingang. Wir testen Modelle von Bosch, Stihl, Worx und Gardena. Doch abseits des Labortests treffen wir auf ein gravierendes Sicherheitsproblem.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
20:15 Uhr
Sender
SWR Fernsehen

Alle vier Mähroboter sind in derselben Preisklasse und für kleine bis mittelgroße Flächen geeignet. Wir testen sie im Labor auf Sicherheit und Wasserdichtigkeit. Im Praxistest betrachten wir das Schnittergebnis und wie gut sich die kleinen Helfer handhaben lassen

Mähroboter im Check Die Testkandidaten

Mähroboter Stihl iMow RMI, Preischild 999 Euro (Foto: SWR)
Mähroboter Stihl iMow RMI, Preis: 999 Euro Bild in Detailansicht öffnen
Mähroboter Bosch Indego 400 S+, Preis: 1.099 Euro Bild in Detailansicht öffnen
Mähroboter Gardena smart SILENO city, Preis: 1.099,99 Euro Bild in Detailansicht öffnen
Mähroboter Worx Landroid M500 mit Antikollissionssystem, Preis: 1.098 Euro Bild in Detailansicht öffnen

Alle Mähroboter bestehen den Sicherheitstest

Zunächst führen die Prüfer im Labor einen Sicherheitstest durch. Die Messer des Mähroboters müssen stoppen, wenn das Gerät auf einen stehenden Kinderfuß fährt. Im Labor gibt es dazu Atrappen. Alle vier Geräte bestehen den Sicherheitstest.

„Kinder und Mähroboter bergen ein riesiges Gefahrenpotential, denn Kinder nehmen diese Geräte als Spielzeuge wahr. Sie können die Gefahr, die von diesen Geräten ausgeht, nicht erkennen. Deswegen ist unsere Empfehlung ganz klar, Kinder aus dem Bereich der Mähroboter fernzuhalten.“

Hendrik Schäfer, VDE

In der Beregnungsanlage testen die Prüfer, ob die Geräte das Herstellerversprechen erfüllen, spritzwassergeschützt zu sein. Die Mähroboter werden mit einem Beregnungsbogen aus allen Richtungen mit Wasser beregnet. Danach dürfen keine sensiblen elektronischen Bauteile beschädigt sein. Auch diesen Test bestehen alle vier Roboter. Gardena verspricht sogar, man könne den Mähroboter mit dem Gartenschlauch abspritzen, was die Prüfer ebenfalls bestätigen.

Praxistest Mähroboter

Vier Familien testen für uns vier Mähroboter. Ihre Gärten haben ungefähr die gleiche Grünfläche. Jede Familie bekommt jeweils für vier Wochen ein Gerät. Am Ende bewerten Hendrik Schäfer und Daniel Schädel vom VDE das Ergebnis.

Der Bosch Mähroboter ist das einzige Gerät, bei dem erst mit Hilfe eines Bosch-Fachmanns die Installation der Ladestation geklappt hat. Und trotzdem ist das Ergebnis unbefriedigend: Der Bereich vor der Ladestation ist nicht richtig gemäht, nach einem Monat sind noch hohe Grasbüschel zu sehen.

Der Worx Roboter zerschneidet immer wieder sein eigenes Begrenzungskabel. Laut Hersteller könne das eigentlich nicht passieren, wenn der Begrenzungsdraht entsprechend den Vorgaben verlegt sei. Hinzu kommt, dass das Gerät sich immer wieder festfährt, dann drehen die Räder durch und machen den Rasen kaputt. Worx sagt dazu, das könne nur bei sehr weichem Boden passieren.

Bosch-Mähroboter auf dem Weg in seine Ladestation  (Foto: SWR)
An der Ladestation klappt es nicht mit dem Mähen.

Mit dem Gardena-Roboter ist die Testfamilie zwar zufrieden, allerdings sind die Messer bereits nach vier Wochen abgenutzt. Erkennen kann man das an ausgefransten Schnittkanten. Nach vier Wochen müssten die Messer also bereits ausgetauscht werden.

„Bei den Messern des Mähroboters handelt es sich um Verbrauchsmaterial, deren Abnutzung von verschiedenen Faktoren abhängig ist, unter anderem von der Länge des zu schneidenden Grases und ggf. vorhandenen Wildkräutern.“

Nach der Anfangsphase wäre die Abnutzung der Messer vermutlich geringer als zu Beginn.

Der Garten, in dem das Stihl-Gerät gemäht hat, ist ein Labyrinth aus Hecken. Insgesamt herrscht hier die schwierigste Ausgangsbedingung für einen Mähroboter, doch trotzdem gewinnt das Gerät mit einer perfekten horizontalen Schnittkante.

Ergebnis Praxistest Mähroboter:

  • 1. Platz: Stihl iMow RMI ist der Sieger.
  • 2. Platz: Gardena smart SILENO city  - mit dem kleinen Kritikpunkt der schnellen Abnutzung der Messer.
  • 3. Platz: Worx Landroid M500 - das stellenweise den Rasen kaputt gemacht hat.
  • 4. Platz: Bosch Indego 400 S+ - aufgrund der schwierigen Inbetriebnahme und den Grasbüscheln vor der Ladestation.

Unser Urteil in punkto Qualität: Sowohl die Qualität der Mähroboter als auch die Akku-Kettensäge von Stihl überzeugt.

AUTOR/IN
STAND
ONLINEFASSUNG
ONLINEFASSUNG