Schornsteine rauchen auf den Dächern von Häusern in Bayern (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Armin Weigel/dpa)

Heizspiegel analysiert Kosten Deshalb wird heizen mit Öl günstiger

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In der vergangenen Heizperiode hatten Mieter und Hausbesitzer mit Ölheizung die höheren Heizungsrechnungen – im Vergleich etwa zu Gas oder Fernwärme. Diesen Winter könnte sich das umkehren.

Für Menschen, die mit Öl heizen, war das letzte Jahr ein teures Heizjahr: Um rund zehn Prozent oder 95 Euro sind die Heizkosten beispielsweise für eine 70-Quadratmeter-Wohnung, die mit Öl geheizt wird, im Durchschnitt gestiegen. Das geht aus dem neuen Heizspiegel von CO2online hervor. Heizöl war damit die große Ausnahme, denn Erdgas und Fernwärme waren 2018 günstiger.

Heizöl wird günstiger, andere Energieträger teurer

In diesem Winter könnte sich das wieder umdrehen: Die Beratungsgesellschaft CO2 online, die im Auftrag des Umweltministeriums den Heizspiegel erstellt, rechnet damit, dass alle Heizungsarten in diesem Winter teurer werden – außer Ölheizungen. Das hängt mit dem Wetter zusammen, das laut Experten in diesem Herbst und Winter wohl etwas kühler werden soll. Heißt also: Der Verbrauch wird deshalb für alle steigen. Weil Öl derzeit aber – anders als die anderen Energieträger – eher günstiger wird, werden das die Ölheizungs-Nutzer als einzige nicht auf der Rechnung spüren.

Ein Temperaturregler einer Heizung. Der Mieterbund warnt vor Mehrbeleastungen der Mieter, wenn es zu einer CO2 Steuer kommt.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Hauke-Christian Dittrich/dpa)
Heizöl ist momentan günstig zu haben - das wirkt sich direkt auf die Heizkosten aus. picture alliance/Hauke-Christian Dittrich/dpa

Was können Verbraucher tun, um Heizkosten zu senken?

Wer eine Ölheizung hat, kann zur Zeit guten Gewissens den Tank füllen lassen – sollte der Bedarf bestehen. Heizöl ist momentan günstiger als im letzten Herbst. Im Vergleich zum Vorjahr macht sich das also direkt in der Geldbörse bemerkbar.

Tipps, die schnell helfen

Daneben kann jeder, egal ob Mieter oder Hausbesitzer, mit kleinen Kniffen die Heizkosten drücken:

  • Stoßlüften statt Dauerlüften,
  • die Raumtemperatur minimal senken,
  • und die Fenster richtig abdichten.

Wer das tut, kann, dem Heizspiegel zufolge, gut und gerne hundert Euro im Jahr sparen.

Tipps für mittelfristige Maßnahmen

Eigentümer können darüber nachdenken, ihr Haus energetisch zu sanieren – oder ihre Ölheizung abzuschaffen und zu einem klimafreundlicheren Energieträger zu wechseln. Die Bundesregierung will das in den kommenden Jahren stark bezuschussen, das ist Teil des neuen Klimapakets. Das könnte sich auch finanziell lohnen, weil für die kommenden Jahre neue Abgaben für Heizöl und auch Erdgas im Gespräch sind. Da könnte man zum Beispiel mit einer Wärmepumpenheizung in Zukunft eine Menge Geld sparen. 

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