Handwerkerstichprobe Wenn der Öltank gewartet werden muss

Millionen Haushalte in Deutschland haben einen Öltank. Der sollte regelmäßig gewartet werden. Mit versteckter Kamera haben wir drei Handwerker zu einer Wartung bestellt.

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In etwa fünfeinhalb Millionen deutschen Haushalten steht noch ein Heizöltank. Wir lassen den Tank warten und testen bei der Gelegenheit mit versteckter Kamera drei Handwerker. Dennis Meisen ist öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Heizungsbau. "Für die heutige Handwerker-Stichprobe haben wir den Check von einer Öltankanlage, die ein Fachbetrieb überprüfen soll, ob hier mögliche Mängel bestehen und was hier zu tun ist. Und dafür sollte er vor Ort eine Stunde benötigen", sagt er. Zwei der drei Handwerker bieten die Leistung sogar kostenfrei an - einer von ihnen aber nicht ohne Hintergedanken.

Für Reparaturen, Wartungen und Instandsetzungen empfehlen Experten ortsansässige Fachbetriebe.

Meistergeführte Innungsbetriebe: Der Fachverband SHK empfiehlt eine Suchfunktion, mit der Fachbetriebe gefunden werden können, die Mitglieder der Innung sind.

Alter Öltank im Keller (Foto: Getty Images/iStockphoto/Fotografen: Joe_Potato -)
Öltanks haben einen speziellen Anstrich. Getty Images/iStockphoto/Fotografen: Joe_Potato -

Die Verbraucherzentrale Berlin empfiehlt, bei der Handwerkersuche nicht blind auf die ersten Ergebnisse einer Onlinesuche zu vertrauen. Es ist vorteilhaft, ein Unternehmen vor Ort mit der Renovierung zu beauftragen, um lange Anfahrtswege oder umständliche Reklamationen zu vermeiden. Sie können auch bei Freunden oder in der Familie nachfragen, ob jemand einen guten Sanitärbetrieb kennt.

Die Verbraucherzentrale gibt Tipps, was in Punkto Auftragsvergabe an Handwerker zu beachten ist.

Vor dem Auftrag

  • Besprechen Sie verbindlich Umfang, Termin und Preis der Leistung. Halten Sie dies am besten schriftlich fest.
  • Eventuell bietet es sich an, mehrere Kostenvoranschläge von unterschiedlichen Betrieben einzuholen. Diese dürfen nur etwas kosten, wenn dies vorher ausdrücklich vereinbart wurde.

Während der Ausführung

  • Wenn sich abzeichnet, dass die Leistung wesentlich teurer wird als die veranschlagten Kosten, muss der Handwerker dies sofort mitteilen.
  • Bei einer Kostensteigerung von mehr als 20 Prozent kann der Auftraggeber den Werkvertrag zwar kündigen, muss aber bereits erbrachte vereinbarte Teilleistungen bezahlen. Um dies zu vermeiden, kann vorab ein Festpreis mit dem Handwerker vereinbart werden.

Nach der Fertigstellung

  • Sie als Kunde sollten prüfen, ob die vereinbarte Leistungen erbracht wurden.
  • Bei Mängeln können Sie eine Nachbesserung innerhalb einer gesetzten, angemessenen Frist verlangen. Ein Teil des Rechnungsbetrags darf dafür bis zur Beseitigung des Mangels zurückgehalten werden. Hält der Handwerker die Frist nicht ein oder beseitigt er den Mangel nicht ordnungsgemäß, können Sie auch eine andere Firma beauftragen - der ursprüngliche Vertragspartner trägt dann die Kosten.
  • Dokumentieren Sie Mängel schriftlich und per Foto.
  • Arbeiten, für die Sie keinen Auftrag erteilt haben, müssen Sie nicht bezahlen.

Wenn Sie das Werk abgenommen haben, hat der Handwerker Anspruch auf seinen Lohn. Lassen Sie sich eine Rechnung ausstellen und bezahlen Sie niemals bar - nur dann können Sie die Arbeit gegebenenfalls als Handwerkerleistung steuerlich geltend machen. 20 Prozent der Lohnkosten des Handwerkers dürfen Sie dabei von Ihrer Steuerlast abziehen, die Summe darf aber 1.200 Euro im Jahr nicht übersteigen.

Der Text gibt den Stand zum Sendungsdatum wieder

Filmautor: Andreas Bach und Marco Jankowski | Online: Sola Hülsewig und Thomas Oberfranz
© SWR Marktcheck

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