Eine Leuchtreklame von ADAC. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Rene Ruprecht/dpa)

Größter deutscher Automobilclub erhöht Preise Alternativen zum ADAC

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Der ADAC plant eine Beitragsanhebung um rund 10 Prozent. Wem das zu teuer wird, kann sich umschauen: Es gibt andere Automobilclubs mit ähnlichen Leistungen für viel weniger Geld.

Viele Automobilclubs deutlich günstiger als der Platzhirsch

Der Automobilclub von Deutschland (AvD) bietet einen Tarif für die Pannenhilfe weltweit an: Fahrzeug bergen und abschleppen inklusive Kostenübernahme für einen Mietwagen für einen Jahresbeitrag bei rund 65 Euro – das ist bei den derzeitigen Preisen ungefähr 20 Euro günstiger als die ADAC-Plus-Mitgliedschaft. Gute Angebote hat außerdem der Auto Club Europa (ACE) mit Sitz in Stuttgart: Die Klassik-Mitgliedschaft mit ähnlichen Leistungen kostet 69 Euro im Jahr. Die Geschäftsmodelle sind bei jedem Anbieter ein wenig unterschiedlich. Es lohnt sich aber, Preise zu vergleichen.

Drei Viertel aller ADAC-Kunden haben den teuren Plus-Tarif

Beim ADAC sollen ab Frühjahr 2020 die Preise für eine Mitgliedschaft um rund 10 Prozent steigen - das wollen Präsidium und Verwaltungsrat der ADAC-Hauptversammlung zur Abstimmung vorschlagen. Die Basis-Mitgliedschaft würde dann etwa 54 Euro kosten, statt wie bisher 49 Euro– die Plus-Mitgliedschaft würde sich von 84 Euro auf 94 Euro erhöhen. Rund drei Viertel aller Mitglieder sind sogenannte Plus-Mitglieder.

Premium-Angebot soll noch mehr Geld in die ADAC-Kasse spülen

Der ADAC hofft darauf, dass die Leute freiwillig sogar noch mehr Geld ausgeben – für eine Premium-Mitgliedschaft, die zusätzlich eingeführt werden soll. Dabei soll die Pannenhilfe weltweit gelten und ein Auslandskrankenschutz ist mit dabei. So ein Premium-Tarif kostet knapp 140 Euro pro Jahr. Das wäre fast 50 Euro teurer als die ADAC-Plus-Mitgliedschaft.

Dauer

Ob und wie viele Kunden wegen der geplanten Preiserhöhung wechseln würden, muss man abwarten. Prinzipiell gelten ADAC-Kunden als sehr treu. Deutschlands größter Verein hat trotz vieler Skandale immer noch 21 Millionen Mitglieder.

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