Das Innere eine vollbeladenen Spülmaschine (Foto: dpa Bildfunk, Bernd Thissen)

Stiftung Warentest testet Geschirrreiniger Nur bei zwei Spülmitteln wird's richtig sauber

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Wenn das Geschirr nach dem Maschinenspülgang immer noch Dreckreste hat, kann das mit dem Spülmittel zusammenhängen. Stiftung Warentest hat die Produkte unter die Lupe genommen.

1. Erkenntnis: Nur zwei Spülmittel entfernen den Schmutz restlos

Die Stiftung Warentest hat zwei Sorten von Geschirrspülmitteln untersucht: Zwölf Tabs und sieben Pulver. Für die Gesamtwertung war dabei sehr wichtig, ob die Spülmittel den Schmutz vollständig beseitigen können. Werden die Mittel auch mit richtigen Herausforderungen fertig, wie Teeränder, angetrockneter Creme brulée, Eigelb oder auch Hackfleisch? Nur zwei Mittel bekommen die Note "gut" bei der Reinigungsleistung: Die Tabs "Claro Classic" und das Pulver "Denk mit" von dm. Der Testsieger Claro Classic kommt allerdings aus Österreich und ist in Deutschland mitunter schwer zu bekommen.

2. Erkenntnis: Nicht entscheidend, ob Tab oder Pulver

Ob Spülmaschinenpulver oder Tabs besser spülen, ist pauschal nicht zu beantworten. In beiden Bereichen gab es bessere und schlechtere Mittel. In der Gesamtwertung machten die meisten Produkte eher eine gute Figur: Die Gesamtnote "gut" haben neun von zwölf Tabs bekommen und fünf von sieben Pulvern. 

Die Testsieger im Bild (Foto: Stiftung Warentest)
Die Testsieger: Bei den Pulvern "Denk mit" von dm, und bei den Spülmaschinentabs "Claro Classic". Stiftung Warentest

3. Erkenntnis: Teuer heißt nicht gleich gut

Auch der Preis wenig über die Qualität der Produkte aus: Zwar ist "Claro Classic", der Testsieger unter den Tabs, mit 13 Cent pro Stück tatsächlich das teuerste Produkt. Allerdings: Die schlechtesten Tabs - "Powerball" von finish - sind auch ziemlich hochpreisig. Unterm Strich sind Pulver in der Anwendung günstiger.

4. Erkenntnis: Die meisten Mittel schonen das Geschirr

Besser sind die Ergebnisse bei der Frage, wie schonend die Spülmittel mit dem Geschirr in der Maschine umgehen: Die Stiftung Warentest hat das fast allen Mitteln bescheinigt – mit Ausnahme von "Somat", bei dem die Tester einen nicht sonderlich schonenden Umgang mit Glas festgestellt haben. Auch Silberbesteck kommt manchmal nicht schön aus der Maschine. Das hängt allerdings von der Rezeptur der jeweiligen Mittel ab. Kalkablagerungen dagegen verhindern alle getesteten Produkte.

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Sendedatum
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21:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen

5. Erkenntnis: Die meisten Bestandteile sind umweltfreundlich

Auch die Umweltverträglichkeit der Mittel hat die Stiftung Warentest unter die Lupe genommen – mit erfreulichem Ergebnis: Die meisten Hauptbestandteile, Tenside und andere Reinigungsmittel etwa, werden von den Kläranlagen ziemlich zuverlässig herausgefiltert. Ein Problem stellt aber das Silberschutzmittel Benzotriazol dar, das fast alle Mittel enthalten: Es lässt sich kaum abbauen und ist mittlerweile in Spuren auch im Trinkwasser nachweisbar. Es geht aber auch anders – das zeigt der Testsieger "Claro", bei dem ein Silberschutzmittel zum Einsatz kommt, das sich in Kläranlagen zum größten Teil abbauen lässt. Zum Thema Geschirrspüler und Geschirrspülmittel hat die Stiftung Warentest neben dem Test einen umfangreichen Fragenkatalog zusammengestellt.

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