Spielzeug (Foto: Bürgerstiftung Heidelberg)

Geschenke für Kinder So finden Sie nachhaltiges und schadstofffreies Spielzeug

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Dieses Jahr gab es bereits fast 550 Rückrufe für Spielzeug durch das europäische Schnellwarnsystem RAPEX, weil es für Kinder gefährlich sein könnte. Tipps für Geschenke in guter Qualität.

Zurückgerufen wurden besonders häufig Spielschleim und Puppen, weil sie schädliche Chemikalien enthalten. Verschluckbare Kleinteile an Kuscheltieren und anderen Spielzeugen sind ein weiterer häufiger Rückruf-Grund. Auch elektronisches Spielzeug beanstandeten die Prüfer, unter anderem weil es zu laut ist und Hörschäden verursachen kann oder weil es zu hell leuchtet. Von den 542 europaweit zurückgerufenen Spielzeugen kommen fast 470 aus China.

Warnung vor auffallend billigem Eletronikspielzeug

Auch der europäische Verbraucherverband nimmt die Adventszeit zum Anlass, vor gefährlichem Spielzeug zu warnen. Er mahnt die Kunden, beim Weihnachtseinkauf aufmerksam zu sein und unverhältnismäßig günstiges Elektronikspielzeug, besonders im Internet, zu meiden.

Wer auf nachhaltige Produktion der Spielsachen setzt und den lieben Kleinen keine Schadstoffe ins Kinderzimmer holen will, kann beim Kauf folgende Tipps berücksichtigen.

Gebrauchtes Spielzeug schont Ressourcen

Kinder wollen immer das, was gerade Trend ist oder was die Freunde auch haben. Da gegenzusteuern, das kostet Nerven. Trotzdem kann man zumindest versuchen, auf Basaren gebrauchtes Spielzeug zu kaufen oder mit Freunden zu tauschen – das spart Ressourcen und Geld.

Neues Spielzeug aus dem Fachgeschäft – Billigprodukte oft mit Schadstoffen

Neues Spielzeug kauft man am besten im Fachgeschäft, auch wenn es meist teurer als die Produkte aus China und Südostasien ist. Leider kommt das meiste bei uns verkaufte Spielzeug immer noch aus China. Aber diese Billigimporte haben lange umweltbelastende Transportwege hinter sich und die Spielsachen werden oft unter schlechten Arbeitsbedingungen hergestellt.

Kleinkind kniet vor einer Kiste voll Spielzeug (Foto: SWR, SWR - Foto: Anne Görler)
Plastik-Spielzeug kann Weichmacher und andere Giftstoffe enthalten. SWR - Foto: Anne Görler

Mal riechen hilft auch

Lassen Sie Ihre Nase prüfen: Wenn die Spielsachen unangenehm nach Chemie riechen, ist das ein erstes Indiz auf Schadstoffe wie Weichmacher.

Auf bekannte Qualitätssiegel achten

Bei Spielzeug genau hinschauen lohnt sich: Bei Stiftung Warentest ist zuletzt jedes dritte getestete Spielzeug wegen gesundheitsgefährdender Stoffe durchgefallen. Achten Sie deshalb auf Qualitätssiegel:

  • Das GS-Zeichen – Geprüfte Sicherheit – steht zum Beispiel für die technische Sicherheit von Spielsachen.
  • Das spiel-gut-Zeichen kennzeichnet gutes Spielzeug für Kinder von 0 bis 14 Jahren, das pädagogisch wertvoll ist, umweltverträglich und langlebig. 
  • Im Weltladen gibt es auch Spielsachen mit dem fair-trade-Siegel, das für faire Arbeitslöhne steht und für gute soziale Standards im Herstellerland. Der Klassiker sind zum Beispiel fair gehandelte Fußbälle aus Bangladesh oder Pakistan.
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