Zeichnung eines Hauses mit Pool und dem Stempel "It!s a Fake" (Foto: Colourbox)

Feriendomizile im Internet So erkennen Sie Fake-Angebote

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Private Feriendomizile werden im Internet auf Vermietungsplattformen oder auf eigenständigen Seiten angeboten. Aber Vorsicht: Es sind auch viele betrügerische Angebote dabei.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
20:15 Uhr
Sender
SWR Fernsehen

Es gibt Werbeversprechen, die sind zu schön, um wahr zu sein. Die Alarmglocken sollten schrillen, wenn zum Beispiel 20 Prozent Rabatt oder auch mehr bei Sofortzahlung angeboten werden. Vorsicht ist auch geboten, wenn damit geworben wird, 50 Prozent billiger zu sein als andere. Wenn etwas extrem günstig angeboten wird, ist also in der Regel Misstrauen angesagt.

  • Aufbau der Webseite: Oft sind die Webseiten der Betrüger nicht besonders aufwändig erstellt. Wenn auf der Seite kein Belegungskalender vorhanden ist, kein Preis oder kein Kontaktformular, kann das ein Zeichen für eine Fake-Seite sein.
  • Wunsch- oder Fake-Domizil: Prüfen Sie, ob es das Objekt überhaupt an der angegebenen Adresse gibt. Dafür können Sie die Adresse beispielsweise bei Google Maps eingeben. Auch eine umgekehrte Google--Bildersuche kann weiterhelfen. Taucht das Bild an verschiedenen Stellen auf und es sind verschiedene Kontaktpersonen angegeben liegt ein Betrug nahe. Wie das funktioniert, erklärt beispielsweise die Computerzeitchrift Chip.
  • Bewertungen: Auch Bewertungen der Anbieter und Ferienhäuser helfen weiter. Aber Vorsicht: Ist die Bewertung allzu euphorisch oder blumig, kann auch das ein Fake sein.
  • Kontaktdaten und Impressum: Wer ist überhaupt der Anbieter? Wer steht im Impressum? Ist das ein Einzelanbieter oder ein Unternehmen? Klingt das seriös? Ist eine komplette Adresse und Telefonnummer angegeben? Ist man sich unsicher, kann man schauen, ob der Anbieter Mitglied bei einem Ferienhausverband ist oder eine Zertifizierung hat. Oder man sucht den telefonischen Kontakt und verschafft sich darüber einen ersten Eindruck. Dabei können sie zum Beispiel Fragen zur Wohnung stellen, die nicht auf der Webseite zu finden sind.
  • Buchungsbestätigung: Eine sofortige Buchungsbestätigung per Mail ist obligatorisch. Etwas später sollte dann per Post oder per Fax eine schriftliche Bestätigung kommen. In der Buchungsbestätigung sollte auf jeden Fall enthalten sein, mit wem der Vertrag abgeschlossen wurde.
  • Bezahlung: Bezahlen muss man in der Regel erst einmal nur eine Anzahlung von 20 Prozent. Außer es ist eine sehr kurzfristige Buchung, dann wird der Gesamtbetrag etwas schneller fällig. Bei der Bezahlung ist darauf zu achten, an wen das Geld geht: Kontaktperson beziehungsweise Vermieter und Kontoinhaber sollten die gleichen sein. Komisch ist zum Beispiel, wenn der Anbieter in Mallorca sitzt, aber sein Geld nach Malta überwiesen haben möchte.
  • Bezahlmöglichkeiten: Ideal ist eine Bezahlung per Lastschrift oder Bezahldiensten wie Paypal, dann kann man im Notfall eine Rücklastschrift in die Wege leiten. Vorsicht ist geboten bei Überweisungen und vor allem bei Bargeld-Transfers mit Transferdiensten wie Western Union, Money Gram oder RIA.

Bevor nicht alle Unsicherheiten ausgeräumt sind, empfiehlt es sich, eine Buchung besser bleiben zu lassen.

Vermuten Sie einen Betrug, können Sie beispielsweise bei einer Verbraucherzentrale nachfragen, ob dieser Anbieter in der Vergangenheit bereits auffällig war oder ob er bekannt ist.

Wenn nach einer Buchung etwas verdächtig wirkt, was kann ich tun?

Sollten Sie bereits gebucht haben und der vermeintliche Vermieter ist beispielsweise nicht mehr erreichbar, nachdem bereits eine Anzahlung oder mehr geleistet wurde, dann müssen Sie von Betrug ausgehen und sollten sich an die Polizei wenden. Zusätzlich können Sie sich auch mit einer Verbraucherzentrale oder der Wettbewerbszentrale in Verbindung setzen und dort den Schaden melden. So hilft man mit, diese Betrügereien in Zukunft zu verhindern.

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