Kriminelle versuchen mit Fake-Shops, Verbraucher beim Online-Kauf zu täuschen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Jens Büttner/dpa)

So können Sie sich schützen Vorsicht vor Vorkasse beim Online-Shopping

Im Internet versuchen Betrüger immer wieder mit Fake-Shops ahnungslose Kunden abzuzocken oder sie liefern minderwertige Ware. So auch McKeys, ein Online-Shop für Autoschlüssel.

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Sendedatum
Sendezeit
21:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen

Im Internet gibt es zahlreiche unseriöse Shops. Mal werden Verbraucher auf Seiten für Kleidung über den Tisch gezogen, mal bei Elektrotechnik. Auch bei Funkautoschlüsseln gibt es schwarze Schafe. McKeys heißt eines von ihnen. Die Angebote für neue Autoschlüssel liegen hier teilweise 60 Prozent unter den Kostenvoranschlägen von Vertragshändlern.

Eines haben die meisten Online-Shops gemein: Sie wollen vor allem erreichen, dass die Kunden Geld im Voraus überweisen. Ware wird an die Kunden dann im Normalfall nicht verschickt – oder sie ist minderwertig oder nutzlos. So schützen Sie sich:

Tipp 1: Erste Anhaltspunkte liefert das Impressum

Jeder Online-Händler muss auf seiner Homepage ein Impressum haben, in dem unter anderem Kontaktdaten wie E-Mail-Adressen oder Telefonnummern aufgelistet werden. Fehlen diese Daten oder ist gar kein Impressum vorhanden, handelt es sich in den meisten Fällen um Betrüger. Allein auf das Impressum sollten sich Kunden im Netz aber nicht verlassen, da mittlerweile viele Fake-Shops das Impressum fälschen.

Tipp 2: Dubiose Internetadressen erkennen

Teilweise können Verbraucher Fake-Shops auch an der Internetadresse erkennen. Denn oft nutzen die Betrüger die Internetadressen bekannter Marken und fügen anschließend eine weitere Domain-Endung wie zum Beispiel ".de.com" ein. Oder sie registrieren eine Internetadresse, die der originalen Domain sehr ähnelt – zum Beispiel Adidass.de oder Amazon1.de.

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Tipp 3: Betrüger setzen auf Vorkasse

Wenn ein Händler nur die Zahlungsweise per Vorkasse anbietet, sollten Kunden nichts in diesem Online-Shop bestellen. Denn das Geld wird überwiesen, bevor die Ware beim Kunden ankommt. Häufig bieten Fake-Shops zu Beginn des Zahlvorgangs zwar viele Bezahlmethoden an, doch am Ende bleibt nach Angaben der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz häufig nur die Zahlungsweise per Vorkasse übrig. Oft begründen die Online-Händler dies mit technischen Schwierigkeiten, warum Kunden das Geld im Voraus überweisen sollen.

Tipp 4: Schlau machen über den Shop

Wer sich unsicher ist, ob ein Shop seriös ist, sollte sich mehr Informationen über den Händler besorgen. Am schnellsten geht das mit einer kurzen Google-Suche, denn möglicherweise sind bereits andere Verbraucher auf den Shop hereingefallen. Außerdem gibt es im Netz Webseiten, auf denen Fake-Shops aufgelistet sind – zum Beispiel die Watchlist-Internet.

Tipp 5: Gütesiegel überprüfen

Mit einem Gütesiegel werden Shops ausgezeichnet, die seriös sind. Die Verbraucherzentralen empfehlen die Webseite Internet-Gütesiegel, auf der vertrauenswürdige Siegel aufgelistet sind. Bewährt hat sich das Trusted-Shops-Siegel, das allerdings auch immer häufiger gefälscht wird. Auf der Homepage von Trusted Shops können Verbraucher nachschauen, ob der ausgesuchte Online-Händler auch wirklich ein solches Gütesiegel erhalten hat.

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