Energielabels Orientierungshilfe trotz Trickserei?

Besonders viel Strom verbrauchen die großen Haushaltsgeräte in Bad und Küche: Kühl- und Gefrierschrank, Herd, Spülmaschine, Waschmaschine und Trockner. Wer ein neues Gerät kauft, sollte darum unbedingt auf den Energieverbrauch achten. Und auch wenn zum Teil bei den Labeln getrickst wird, sind sie eine Orientierungshilfe.

Das neue Energielabel für Staubsauger (Foto: co2online gGmbH/EU-Energielabel: Europäische Kommission -)
Energielabel für Staubsauger co2online gGmbH/EU-Energielabel: Europäische Kommission -

Die Plattform Eco-Top-Ten berücksichtigt neben der Energie-Effizienz auch Anschaffungs- und Folgekosten und gibt zu vielen Haushaltsgeräten Kauf- und Spartipps. Wer dann noch beispielsweise unabhängige Tests der Stiftung Warentest oder Ökotest zur Rate zieht, kann gute und energieeffiziente Geräte herausfiltern.

Vorsicht: Je nach Gerät ist nur ein A mit drei Pluszeichen gut

Die Energieklasse A+++ steht für die sparsamsten Geräte, G für die größten Stromfresser. Doch die Energieklassen sind nicht bei allen Elektrogeräten einheitlich. Staubsauger beispielsweise werden in Energieklasse A ohne Stern eingestuft, wenn sie besonders wenig Energie verbrauchen. Bei Kühl- und Gefriergeräten, Waschmaschinen, Backöfen, Geschirrspülern und Wäschetrocknern hingegen geht die Skala bis A+++. Aber das ist noch nicht alles: Bei Kühl- und Gefriergeräten, Waschmaschinen und Geschirrspülern dürfen zusätzlich nur noch die drei besten Klassen A+, A++ und A+++ überhaupt neu in den Handel gebracht werden. Die Klassen ab A abwärts erfüllen die Mindestanforderungen für Energieeffizienz der europäischen Ökodesign-Verordnungen nicht mehr. Somit ist A+ hier die schlechteste Energieeffizienzklasse, die noch verkauft werden darf und A++ nur Mittelmaß.

Sinnvoll: Sich vor dem Besuch im Laden schon mal im Internet informieren

Im Netz führen beispielsweise das Öko-Institut und die Deutsche Energie-Agentur dena Listen mit besonders sparsamen Geräten. Auch die Verbraucherzentralen bieten eine Online-Datenbank, in der Kunden nach effizienten Geräten suchen können. Die Links dazu finden Sie am Ende der Seite.

Wann rechnet sich ein neues Gerät?

Nach Angaben der Deutschen Energieagentur dena lohnt sich vor allem der Austausch von alten Wäschetrocknern. Auch ein neuer Gefrierschrank kann sich rechnen. Wer seinen zehn Jahre alten 200-Liter-Gefrierschrank durch einen neuen austauscht, kann seine Stromrechnung um rund 50 Euro im Jahr senken. Wie schnell sich die Neuanschaffung rechnet, hängt vom Preis des neuen Geräts ab.

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