Säcke mit Laub stehen an einem Straßenrand.  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Daniel Bockwoldt/dpa)

Böse Bläser, gefährlicher Rauch, bequemer Unterschlupf Was Sie schon immer über Laub wissen wollten

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Jedes Laub ist anders, jeder Garten, jeder Mensch – aber jedes Jahr gibt es die gleichen Fragen: Wohin mit den Blättern? Warum nicht mal einen Laubbläser?

Das Verbrennen von Laub ist grundsätzlich verboten. Schon allein wegen der Co2 Bilanz und dem stinkenden Rauch, der Nachbarn stört, ist dieses Verbot sinnvoll. Die Rauchschwaden gefährden die Gesundheit. Sie enthalten Schadstoffe – wie Feinstaub und andere Stoffe – die im Verdacht stehen, Krebs auszulösen. Zudem besteht Brandgefahr.

Wo muss Laub weg – wo darf es liegenbleiben

Grundsätzlich gilt, von Gehwegen muss das Laub wegen der Rutschgefahr runter. Im Garten sollte man das Laub nicht überall liegenlassen. Es ist besser, Blätter vom Rasen zu entfernen. Rasen braucht Licht und Luft, damit er gut trocknen kann und sich keine Pilze unter den Blättern bilden.

Laub kann auch schützen

An anderen Stellen schützt das Laub aber empfindliche Pflanze, liefert Nährstoffe und Kleintieren Unterschlupf. Die Natur hat sich vieles dabei gedacht: Blätter sind eine Isolation für Pflanzen gegen Kälte. Igel und Kleintiere wie Erdkröten sind dankbar für einen kleinen Haufen – darin können sie nämlich ohne Probleme überwintern.

Kompostieren mit Verstand

Will man seinen Garten sauber haben, kompostiert man das Laub und produziert Dünger für den Garten. Da sollte man sich aber vorher schlau machen, beispielsweise sollte man den Kompost nur bis maximal 20 Prozent mit Laub auffüllen.

Dauer

Biotonne, Sammelstellen oder ein Anruf

Weitere Entsorgungsmöglichkeiten sind die Biotonne, Sammelstellen bei der Gemeinde und manchmal holt die Gemeinde das Laub sogar ab. Ein Anruf bei der Stadtverwaltung gibt Aufschluss, was möglich ist.

Laubsauger – gut oder böse?

Zu aller erst sind Laubsauger und Laubbläser einfach laut. Nicht selten übersteigen sie einen Lärmpegel von 85 Dezibel in der Elektro-Variante, benzinbetriebene Laubsauger erreichen sogar bis zu 115 Dezibel. Wenn man bedenkt, dass ab einer Dauerbeschallung von 80 Dezibel langfristige Hörschäden entstehen können, wird klar, warum die Arbeiter der Stadt Kopfhörer tragen.

Mit einem Laubbläser treibt ein Gärtner das Herbstlaub in einem Park zusammen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Christian Charisius/dpa)
Laubbläser dürfen in vielen Gemeinden nur werktags und außerhalb der Ruhezeiten betrieben werden. picture alliance/Christian Charisius/dpa

Abgesehen vom Lärm zerkleinern Laubsauger das Laub und damit auch Insekten, sie saugen sogar Regenwürmer und kleine Frösche auf. So wird das ökologische Gleichgewicht gestört. Zudem werden durch Laubsauger und -bläser Mikroben, Pilze und Tierkot fein in der Luft verteilt. Das kann gesundheitlich bedenklich sein. In kleinen Privatgärten sollte man also auf die Laubsauger und Bläser verzichten und vielleicht doch lieber mal zum Besen oder Rechen greifen.

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