Eine Familie grillt. Der Mann gibt seiner kleinen Tochter ein Steak. Auf dem Grill liegen Grillfleisch und Mais. Frau und Sohn sitzen am Tisch im Hintergrund. (Foto: Colourbox, Colourbox)

Antihaft-Folie statt Aluschalen Gesünder grillen mit Grillmatte

Dass Fleisch, Fisch oder Gemüse auf dem Grill verbrennen, will keiner. Statt unökologischer Alufolie oder -grillschalen gibt es eine gute Alternative mit pflegeleichten Grillmatten.

Besser keine Alu-Grillschalen oder -Folie

Mit Blick auf die Umweltschutz- und Klimadebatte haben Aluschalen den Nachteil, dass bei ihrer Herstellung viel Energie verbraucht wird und sie nach nur einmal Grillen bereits im Müll landen. Gesundheitlich bedenklich sind Aluschalen zudem, weil salzige und saure Lebensmittel dafür sorgen, dass sich kleine Aluminiumteilchen aus der Folie lösen und im Körper landen. Also: Gewürztes Grillgemüse und Marinaden auf dem Fleisch vertragen sich nicht so gut mit Aluminium. Hier am besten ungewürzt grillen.

Wer nur ein, zwei Mal im Jahr grillt, setzt sich allerdings keiner großen Gefahr aus. Panik ist da nicht angesagt. Aber da wir ohnehin viel Aluminium über die Nahrung aufnehmen, sollte man es einsparen, wo es nur geht. Zu viel davon kann – laut Bundesinstitut für Risikobewertung und anderen Institutionen – das Nervensystem schädigen, die Stabilität der Knochen mindern, und es steht im Verdacht, die Fruchtbarkeit einzuschränken. Wenn man also verhindern will, dass Aluminium in den Körper gelangt, ist der Verzicht auf Aluschalen und -folie eine gute Möglichkeit.

Essen und Alufolie (Foto: Getty Images, TinkerJulie)
Alufolie kann Umwelt und Gesundheit schaden. TinkerJulie

Die Alternativen: Edelstahl-Grillschalen oder Teflon-Grillmatten

Als Alternativen zu Alu-Grillschalen gibt es auch Edelstahlschalen – die muss man allerdings anschließend reinigen, sie sind verklebt und verkrustet nach dem Grillen. Als neuer Trend werden Teflon-Grillmatten beworben. Da bleibt nichts hängen, und sie sind leicht zu spülen. Klingt toll, aber manche zweifeln, ob sie gesundheitlich unbedenklich sind.

Teflon kennen wir bereits von den beschichteten Bratpfannen. Da wissen wir, wir sollten am besten mit Holz-Küchengeräten darin arbeiten oder das Fleisch wenden, damit die Pfanne nicht zerkratzt. Deswegen sollte man auch bei den Antihaft-Matten mit scharfem Grillbesteck vorsichtig sein.

Aber eine Gesundheitsgefahr durch das Lösen von Teilen der Beschichtung besteht laut Bundesinstitut für Risikoschutz nicht. Selbst wenn man die Teilchen verschluckt. PTFE ist reaktionsträge, das heißt, die Teilchen werden nicht verdaut, sondern vom Körper unverändert wieder ausgeschieden.

Fleisch auf einer Grillmatte (Foto: Colourbox, Richard Schramm)
Durch Grillmatten mit Antihaft-Effekt wird Grillen weniger aufwendig. Richard Schramm

Darauf sollte man achten bei Antihaft-Grillmatten

Vorsichtig sein sollte man bei der Überhitzung der Teflon-Matten. Bei Temperaturen über 360 Grad Celsius könnten sich giftige Dämpfe entwickeln. Aber das ist recht unwahrscheinlich, da Öl und Wasser viel früher verdampfen. Wir drehen, wenn es verbrannt riecht, den Gasgrill sowieso runter oder nehmen das Fleisch von der Matte. Der Tipp: Eine Teflon-Grillmatte nie ohne etwas drauf erhitzen. Dann ist PTFE – also teflonbeschichtetes Material – am Grill gut einsetzbar. Antihaft-Matten oder -Netze sind also eine gute Alternative zu Alu und Edelstahl, vor allem, weil das Material wiederverwendbar ist und leicht mit ein paar Tropfen Spülmittel zu reinigen.

Extratipp für schlechtes Wetter

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