Akustikerketten Wie gut ist die Beratung bei Hörgeräten?

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15 Millionen Deutsche haben Hörprobleme und benötigen eigentlich ein Hörgerät. Erster Ansprechpartner ist meist der Hörgeräteakustiker. Doch wie gut wird da wirklich beraten?

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Wer glaubt, schlecht zu hören, sollte zunächst einen Hals-Nasen-Ohrenarzt aufsuchen. Wird ein Hörgerät benötigt, schreibt der Facharzt ein Rezept und schickt den Patienten weiter zum Hörgeräteakustiker. Dort wird beim Ersttermin in den meisten Fällen zunächst ein Hörtest durchgeführt und anschließend beraten, welche Geräte es gibt und wie diese funktionieren. So gibt es beispielsweise In-Ohr-Hörgeräte und Geräte, die außerhalb sitzen. Man kann allerdings auch ohne ein Rezept bei einem Hörgeräteakustiker einen Termin vereinbaren, um sein Hörvermögen testen zu lassen.

Tipps fürs Erstgespräch beim Hörgeräteakustiker

Bei einem Erstgespräch wird der Patient mithilfe eines Fragebogens befragt. Der Fragebogen zur Bestimmung der Hörbehinderung (APHAB) klopft verschiedene Geräuschsituationen im Alltag ab, bei denen der Patient angibt, wie gut er gewisse Situationen wahrnehmen kann. Manche Akustiker verwenden auch offene Fragebögen.

Zu einer Erstberatung sollten Sie am besten ein Familienmitglied oder einen Bekannten mitnehmen. Außerdem empfiehlt es sich, mindestens zwei verschiedene Akustiker auszuprobieren, da die Versorgung über sechs Jahre läuft. Tipp: Nehmen Sie dazu zunächst nur eine Kopie der ohrenärztlichen Verordnung mit, so können Sie noch andere Akustiker aufsuchen. Ein ausführliches Erstgespräch dauert rund eine Stunde, weswegen es sich empfiehlt, sich das Ergebnis des Hörtests und das Informationsmaterial mitgeben zu lassen.

Für das richtige Hörgerät: Aktiv Geräuschsituationen im Alltag ansprechen

Der Deutsche Schwerhörigenbund empfiehlt, den Hörgeräteakustiker aktiv auf seine täglichen Geräuschkulissen anzusprechen, damit dieser das richtige Hörgerät raussuchen kann. Testen Sie bei einem weiteren Termin verschiedene Geräte und notieren sich die Besonderheiten eines jeden Geräts.

Hörgeräteakustiker müssen Patienten immer auch Geräte anbieten, die von der gesetzlichen Krankenversicherung komplett übernommen werden. Weitere Informationen zur Beratung, Kostenübernahme und Leistungsmerkmalen von Hörgeräten, finden Sie beim Deutschen Schwerhörigenbund.

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