Wenn der Mixer heiß läuft Ärgernis Kurzzeitbetrieb bei Küchengeräten

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Der Mixer soll nach 30 Sekunden Nutzung drei Minuten abkühlen - so wird Kochen zum Geduldsspiel. Wie erkennt man Geräte mit Kurzzeitbetrieb? Und was passiert, wenn man weitermixt?

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
20:15 Uhr
Sender
SWR Fernsehen

Bei Elektrogeräten ist mit dem sogenannten Kurzzeitbetrieb eine Einschränkung gemeint, durch die das Gerät nur wenige Sekunden oder Minuten benutzt werden darf, bevor es wieder für eine gewisse Zeit ausgeschaltet werden muss.
Wer diese „Pause“ missachtet, muss damit rechnen, dass das Gerät sehr schnell überhitzt oder sogar kaputt geht.

Insbesondere bei billigen Elektrogeräten gibt es diese Kurzzeitbetrieb-Anweisung, da bei der Produktion minderwertige Elektroteile verbaut werden, die beispielsweise relativ schnell überhitzen können.

In unserem Video können Sie sehen, was mit Geräten passiert, bei denen wir uns nicht an die vorgeschriebene Pause gehalten haben.  Wir haben die Hitzeentwicklung dokumentiert und dann auch im Inneren der Geräte nachgeschaut, woran es denn mangelt. 

Tipps für Kauf und Reklamation

Es gibt keine Verbraucherschutzrichtlinie, die vorschreibt, wie genau Geräte zu kennzeichnen sind, die den Kurzzeitbetrieb vorschreiben. Viele Unternehmen vermerken die Einschränkung in Form des Kürzels "KZ: x min". Ein großes Ärgernis ist zudem, dass in den meisten Fällen lediglich auf dem Etikett und/oder in der Bedienungsanleitung zu erkennen ist, dass es sich um ein Gerät mit Kurzzeitbetrieb handelt. Auf den Verpackungen wird das gerne verschwiegen. 

Wer auf Nummer sicher gehen will, muss sich also sowohl das Gerät als auch die Bedienungsanleitung genau anschauen. Im Fachhandel kann man auch den Verkäufer explizit danach fragen. 

Falls ein neues Gerät beim Betrieb einen Schaden erleidet, können Sie es häufig kostenfrei umtauschen.

Ärgernis geplante Obsoleszenz

Immer mehr Konsumgüter werden nur noch für eine kurze Lebensdauer herstellt. Diese durch Hersteller-Entscheidungen erzeugte Kurzlebigkeit wird fachlich "geplante Obsoleszenz" genannt.

Unser Experte im Filmbeitrag, Stefan Schridde, hat den Verbraucherschutzverein "Murks? Nein Danke! e.V." gegründet. Dort können Sie auf dem sogenannten Murksbarometer Ihren Ärger über ein fehlerhaftes oder frühzeitig defektes Gerät loswerden. 

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