STAND
AUTOR/IN
ONLINEFASSUNG
SWR-Wirtschaftsredakteur Alexander Winkler (Foto: SWR, Oliver Reuther)

Wer für sein E-Auto eine Ladestation einbauen lässt, der wird mit 900 Euro Zuschuss gefördert. Doch dabei gibt es einiges zu beachten.

Haus- und Wohnungsbesitzer, die eine eigene Ladestation für ihr E-Auto einrichten, bekommen unter Umständen Geld vom Staat. Der Zuschuss kann bei der staatlichen Förderbank KfW beantragt werden. Laut Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) umfasst das Förderprogramm 200 Millionen Euro.

Antrag für E-Ladesäule muss vor Baubeginn gestellt werden

Der Antrag für den 900 Euro Investitionszuschuss einer Ladesäule soll möglichst einfach und unkompliziert gestellt werden können. Antragsberechtigt sind die Eigentümer einer privaten Garage oder eines privaten Parkplatzes, aber auch die Mieter.

Ein Elektroauto wird geladen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Sven Hoppe/dpa)
Wer für sein E-Auto eine Ladestation einbauen lässt, der wird mit 900 Euro Zuschuss vom Bund gefördert. Der Antrag soll möglichst unkompliziert gestellt werden können. picture alliance/Sven Hoppe/dpa

Wichtig dabei ist, dass der Antrag für den Zuschuss gestellt wird, bevor die Ladestation bestellt wird, also vor Beginn des Bauvorhabens, heißt es im Zuschussportal der KfW. Hier kann der Antrag auch direkt gestellt werden. Außerdem gibt es auf der Seite auch eine Liste aller Ladestationen, die gefördert werden können.

Nur 100 Prozent Ökostrom wird gefördert

Die Ladestation muss zudem bei der Installation fabrikneu sein. Sie muss außerdem mit 100 Prozent Ökostrom betrieben werden. Sind diese Bedingungen erfüllt, kann der Antrag gestellt- und die Säule installiert werden. Anschließend muss die Rechnung bei der KfW eingereicht werden, dann zahlt diese den Zuschuss direkt auf das eigene Konto. Der Zuschuss darf allerdings nicht mit anderen staatlichen Förderungen, etwa vom Land oder der Stadt, kombiniert werden. Das schließt die KfW aus.

Eine private, förderfähige Ladestation gibt es bereits ab etwa 600 Euro. Die Installation durch einen Fachmann kostet in etwa noch einmal so viel. Möglicherweise aber kann das Vorhaben deutlich teurer werden. Das kann zum Beispiel davon abhängen, ob bereits ein Stromanschluss in der Garage vorhanden ist, oder ob erst noch Schlitze geklopft und Leitungen und Steckdosen gelegt werden müssen. Der Zuschuss der KfW darf dabei nicht nur für den Kauf der Ladestation genutzt werden, sondern kann auch für deren elektrischen Anschluss durch einen Fachmann verwendet werden.

Marktcheck fragt Möller Wohnungseigentum - was ändert sich mit dem neuen Gesetz?

Das neue Wohnungseigentumsgesetz erleichtert ab 1. Dezember Modernisierung und Sanierung, gibt Verwaltern mehr Kompetenzen und fordert Miteigentümer stärker. Auch Mieter sind betroffen.  mehr...

Marktcheck SWR Fernsehen

Hohe Nachfrage nach Zuschuss überlastet KfW-Webseite

Die Förderung für eine eigene E-Ladesäule scheint auf großes Interesse zu stoßen. Unmittelbar nachdem die Antragstellung auf der KfW-Webseite möglich war, war sie auch bereits zeitweise überlastet. Ein KfW-Sprecher bestätigte dem SWR, man arbeite mit Hochdruck daran, die Probleme zu beheben. Interessenten bräuchten allerdings keine Angst haben, keine Förderung mehr zu bekommen, wenn sie nicht gleich heute durchkämen.

STAND
AUTOR/IN
ONLINEFASSUNG
SWR-Wirtschaftsredakteur Alexander Winkler (Foto: SWR, Oliver Reuther)