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Senthuran Varatharajah: Rot (Hunger)

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"Dies ist ein Text, mit dem man sehr viel Zeit verbringen kann und muss. Der Text muss erarbeitet werden." Mit diesen Worten stellt Insa Wilke den Roman "Rot (Hunger)" von Senthuran Varatharajah vor. "Ein Meisterwerk" sagt Denis Scheck.

Ein literarisches Schwergewicht auf wenigen Seiten

Der deutsche Schriftsteller Senthuran Varatharajah greift in seinem Roman „Rot (Hunger)“ einen wahren Fall auf, der 2001 als „Kannibale von Rotenburg“ Schlagzeilen machte. Er hat Originalzitate aus dem Mailverlauf und aus den Chatprotokollen der beiden Männer verwendet. Man kann in diesem Buch nachvollziehen, wie die beiden Männer, die in ihrem Buch nur „A“ und „B“ genannt werden, wochenlang in Chats und E-Mails gemeinsam ihr Treffen und den kannibalistischen Liebesakt planten.

Während Senthuran Varatharajah die (Liebes-)Geschichte der beiden Männer beschreibt, zerteilt und zerstückelt der Autor die Wörter, er lässt Zeilen abbrechen oder schlägt Lücken mitten in die Sätze.

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