lesenswert mit Denis Scheck

lesenswert Quartett

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Denis Scheck

Denis Scheck diskutiert im „lesenswert“ Quartett mit Insa Wilke, Ijoma Mangold und der Chefredakteurin der Zeitschrift „Kulturaustausch“, Jenny Friedrich-Freksa, über Romane von Katerina Poladjan, Natasha Brown, Senthuran Varatharajah und Guillermo Arriaga.

Katerina Poladjan: Zukunftsmusik

Sehr gelobt von allen vier Teilnehmenden!

Tausende Werst östlich von Moskau ahnen die Bewohnerinnen einer russischen Gemeinschaftswohnung, einer Kommunalka, noch nichts von der Zeitenwende, die am 11. März 1985 beginnt. An diesem Tag, an dem Michail Gorbatschow Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion wird, spielt Katerina Poladjans Roman. Darin erzählt die Autorin wie vier Frauengenerationen, die inmitten der sibirischen Weite auf engstem Raum zusammenleben ihrem Alltag nachgehen.

Natasha Brown: Zusammenkunft

Die namenlose Ich-Erzählerin, Kind jamaikanischer Einwanderer, hat sich aus prekären Verhältnissen in die britische Upperclass hochgearbeitet. Doch auch als Angehörige einer neuen Klasse, erfährt sie rassistische Anfeindungen, sexuelle Belästigung und steht massiv unter Druck. Szenisch erzählt die Autorin von der subjektiven Wahrnehmung ihrer Protagonistin und legt dabei die toxische Wirkung der Vergangenheit auf gegenwärtige Erfahrungen offen.

"Ein Text, der uns zu keinem gemeinsamen Urteil kommen lässt", resümiert Denis Scheck.

Senthuran Varatharajah: Rot (Hunger)

Sich zum Fressen gernhaben, einander verschlingen: Auch unsere Sprache spiegelt wider, wie eng Hingabe und Schmerz beieinander liegen. Doch was geschieht, wenn zwei Menschen diese Redensarten wörtlich nehmen? „Rot“ erzählt zwei Geschichten, die zu einer werden: Die tödlich endende Liebesgeschichte zweier Kannibalen, die sich im Jahr 2001 tatsächlich in Rotenburg ereignet hat und die Geschichte eines Schriftstellers, der versucht das Verschmelzen von Liebe, Verlust, Tod und Körperlichkeit in Worte zu fassen.

"In meinen Augen ein Meisterwerk!" - meint Denis Scheck.

Guillermo Arriaga: Das Feuer retten

Bei dem Auftritt in einem berüchtigten Gefängnis begegnet die Tänzerin Marina Longines dem wegen Mordes verurteilten Indio José Cuauhtémoc. Mit dem Aufeinandertreffen der verheirateten Frau und Mutter aus bürgerlichen Verhältnissen und des charismatischen Kriminellen, der allein den Gesetzen der Straße gehorcht, prallen zwei völlig verschiedene Welten aufeinander – und es entbrennt eine Leidenschaft, die alle Grenzen niederreißt.

Ijoma Mangold kann seine Mitstreiter*innen nicht begeistern.

Die persönliche Buchempfehlung von Jenny Friedrich-Freksa

Buchkritik Katerina Poladjan - Zukunftsmusik

Ein Zeitenbruch, von dem noch niemand etwas ahnt: In ihrem neuen Roman „Zukunftsmusik“ erzählt Katerina Poladjan auf wunderbare Weise von den Bewohnerinnen und Bewohnern einer sowjetischen Kommunalka – und von einem Tag Mitte der 1980er Jahre, an dem sich alles ändern wird.
Rezension von Ulrich Rüdenauer.
S. Fischer Verlag, 187 Seiten, 22 Euro
ISBN: 978-3-10-397102-6  mehr...

SWR2 lesenswert Kritik SWR2

Lesung und Diskussion Katerina Poladjan: Zukunftsmusik

Die Zukunftsmusik ist ein Trauermarsch. Das Buch spielt an einem einzigen Tag, am 11. März 1985. Es ist der Tag, an dem der Zusammenbruch der Sowjetunion seinen Anfang nimmt. Wohin das geführt hat, sehen wir heute.  mehr...

SWR Bestenliste SWR2

Büchersendung lesenswert mit Denis Scheck

In der Büchersendung „lesenswert“ im SWR Fernsehen stellt Denis Scheck Autoren und ihre Bücher im Gespräch vor.  mehr...

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