lesenswert mit Denis Scheck

Gespräche mit Maxim Biller und Juli Zeh

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„Der falsche Gruß“ heißt Maxim Billers neuer Roman. Er spielt im Kopf von Erik Dessauer. Er will rein in den deutschen Literaturbetrieb. Aber da sitzt schon Hans Ulrich Barsilay, eine Edelfeder ersten Ranges, einer, der Meinungen macht, Themen setzt und schöne Frauen liebt. Und er ist Jude.

Ein Gespräch mit Maxim Biller am Teutoburger Platz in Berlin

Im Mittelpunkt des neuen Romans von Maxim Biller steht ein Duell: Der junge und begabte Erck Dessauer will ein großer Schriftsteller werden. Als er beim besten Verlag der Republik einen Vertrag für ein Buch unterschreibt, ist er fast am Ziel. Wäre da nicht sein Kollege Hans Ulrich Barsilay, extravagant, gewissenlos und bereits berühmt. Dieser will Dessauers Aufstieg verhindern und kann nur durch eine Intrige aufgehalten werden….Maxim Biller hat nicht nur eine bitterböse Studie über Opportunismus und neuen Nationalismus geschrieben, sondern auch ein mitreißendes Porträt des jungen Schriftstellers als Monster und Feigling gezeichnet.

„Ein großer Roman darüber, wie uns die Vergangenheit im Griff hält.“

Zum Autor:
Maxim Biller wurde 1960 in Prag geboren. Die russisch-jüdische Familie emigrierte in Folge des Prager Frühlings 1970 nach Westdeutschland. Biller studierte Literatur in Hamburg und München, seine Magisterarbeit schrieb er über das Bild der Juden im Frühwerk Thomas Manns. Er machte sich einen Namen als Journalist und als „Enfant terrible“ des Literaturbetriebs durch seine Kolumne „Hundert Zeilen Hass“ in der Zeitschrift „Tempo“ mit zum Teil provokanten Beiträgen. Skandalfrei ist der Autor nicht: 2003 wurde sein Roman „Esra“ wegen der Verletzung von Persönlichkeitsrechten gerichtlich untersagt. 2015 und 2016 war er Teilnehmer in der Neuauflage des Literarischen Quartetts im ZDF. 2018 war sein Bestseller „Sechs Koffer“ für den Deutschen Buchpreis nominiert.

Das REITGESPRÄCH mit Juli Zeh über einen Essay von Moritz Rudolph

Beim Ausritt in Brandenburg haben Juli Zeh und Denis Scheck den schmalen Band "Der Weltgeist als Lachs" von Moritz Rudolph mit dabei. Beide sind sie von der Lektüre sehr beeindruckt. In diesem höchst originellen Essay nimmt Moritz Rudolph unsere Gegenwart durch das Objektiv der Dialektik ins Visier.

„Ein Autor, der keine Angst davor hat, mal richtig gedanklich über die Stränge zu schlagen. Wenn man Lust hat auf so ein Experiment, mit etwas Ironie und mit viel Poesie, ist das ein absoluter Gewinn!“

Auf provozierende Weise spinnt Moritz Rudolph Hegels Theorie, der „Weltgeist“ gehe von Osten nach Westen, weiter: Wenn er denn weit genug nach Westen geht, und die Erde doch rund ist, kehrt er dann nicht an seinen Anfang zurück? Wie der Lachs, der zum Laichen an den Geburtsort zurückkehrt? Moritz Rudolph zeigt die weltgeschichtlichen Spuren der Gegenwart – beziehungsweise der zukünftigen Vergangenheit – auf und hebt dabei die Theorien Hegels und Horkheimers aus den Angeln.

Moritz Rudolph wurde 1989 in Gotha geboren und studierte u. a. in Tübingen, Leipzig, Lyon und Brügge Philosophie, Geschichte und Politik. Seine Essays, Rezensionen und Analysen zu internationaler Politik und politischer Philosophie werden in verschiedenen Magazinen und Zeitschriften wie dem Merkur oder dem Agave-Magazin veröffentlicht. 

Buchkritik Maxim Biller – Der falsche Gruß

Ein Schriftsteller macht den Hitlergruß, er weiß selbst nicht genau warum. Die Suche nach den Ursachen führt tief in die deutsche Seele – Maxim Billers schmale Erzählung hat das Zeug, unser historisches Selbstverständnis gründlich durcheinanderzuwirbeln.
Rezension von Philipp Theisohn.
Kiepenheuer & Witsch Verlag, 128 Seiten, 20 Euro
ISBN: 978-3-462-00082-5  mehr...

SWR2 lesenswert Magazin SWR2

SWR2 Ohne Limit Maxim Biller: "Biografie" – Eine lange Lesenacht

Maxim Billers Roman "Biografie" ist ein Roman wie eine wilde, anarchische TV-Serie. Es gibt Sex, sehr viel Sex, Geprotze, Klamauk, Witzeleien. Ein Buch der geplanten Überforderung. Es liest der Schauspieler Samuel Finzi.  mehr...

SWR2 Ohne Limit (bis 6 Uhr) SWR2

lesenswert extra mit Denis Scheck Maxim Biller spricht über seinen Roman „Biografie“

Denis Scheck hat den Schriftsteller Maxim Biller in Berlin getroffen und mit ihm über seinen opulenten Roman "Biografie" gesprochen, den es in der ARD Audiothek als ungekürzte Lesung zu entdecken gilt. Es liest der Schauspieler Samuel Finzi.
Als Maxim Billers Roman „Biografie“ 2016 erschien, war die Kritik massiv. Zu viel Sex, zu viel Geprotze, zu viel Unsinn, zu viel Klamauk, zu viele Witzeleien, zu viele jüdische Worte für Geschlechtsteile, überhaupt, zu viele Geschlechtsteile, zu viele Seiten, zu viele Erzählfäden. Ein Buch des Zuviels – aber in Wirklichkeit ein Buch der geplanten Überforderung. Denn es geht in ihm ums Ganze, um jüdisches Leben nach dem Holocaust. Im Zentrum stehen zwei Freunde, Solomon Karubiner, der Ich-Erzähler, und Noah Forlani. Der eine Schriftsteller, der andere auch, der eine schreibt, der andere schreibt ab.  mehr...

Büchersendung lesenswert mit Denis Scheck

In der Büchersendung „lesenswert“ im SWR Fernsehen stellt Denis Scheck Autoren und ihre Bücher im Gespräch vor.  mehr...

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