lesenswert mit Denis Scheck

Frank Schätzings neuer Klima-Thriller, ein Reitgespräch mit Juli Zeh und ein Verriss

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Frank Schätzing stellt in „Was, wenn wir einfach die Welt retten?“ Akteure aktueller Krisen vor, entwirft verschiedene Zukunftsszenarien und zeigt, dass wir die Klimakrise bewältigen können. Mit ihm trifft sich Denis Scheck im Tropenhaus im Kölner Zoo. Und mit Juli Zeh steigt er erstmals in den Sattel: Im Reitgespräch geht es um das neue Buch von Thea Dorn „Trost“. Auch dieses Mal hat Denis Scheck wieder ein Buch für seinen persönlichen Anti-Kanon gefunden.

Der neue Klima-Thriller von Frank Schätzing - Ein Gespräch im Kölner Zoo


Frank Schätzing ist im besten Sinne ein Aufklärer, seine Romane wollen unterhalten, aber auch bilden. Er ist bekannt für seinen literarischen Erfindungsgeist, seinen unbändigen Wissensdurst, für eine akribische Recherche und spannungsgeladenes Erzählen.

Jetzt hat er ein Sachbuch zum Klimawandel geschrieben: „Was, wenn wir einfach die Welt retten?“. Und auch das ist spannend wie ein Thriller. Getreu nach seinem Motto: „Let‘s do it and have fun. Probleme zu lösen kann nämlich auch Spaß machen.“

Die Welt als Thriller betrachtet trägt verschiedene Titel: Kalter Krieg, Terror, Pandemie. Leserinnen und Leser sowie der Autor selbst agieren darin als Akteurinnen und Akteure. Frank Schätzing entwirft verschiedene Szenarien der Zukunft: Mal haben die Menschen obsiegt und mal haben sie versagt.

Wissenschaftlich fundiert und spannend stellt er verschiedene Protagonisten und Antagonisten der Krise vor. Dann zeigt er Wege auf, wie wir der Klimafalle entkommen und die Welt besser machen können. Seine These: Die Herausforderung kann gemeistert werden, wenn wir handeln - mit Wissen, Kreativität und positivem Denken.

"Ein Buch für wissbergierige Leserinnen und Leser und eine Anleitung zum Handeln."

Der Autor

Frank Schätzing wurde 1957 in Köln geboren, studierte Kommunikationswissenschaften und arbeitete viele Jahr in der Werbebranche. 1995 erschien sein Debütroman „Tod und Teufel“, ein Köln-Krimi. Der Thriller „Der Schwarm“ machte den Autor 2004 weltweit bekannt, in dem er die Tsunami-Katastrophe, die sich nach Erscheinen des Buches ereignete, vorwegnahm.

Es folgten weitere internationale Bestseller. Schätzing greift in seinen Büchern oft aktuelle politische und gesellschaftliche Themen auf, zuletzt befasste er sich in „Die Tyrannei des Schmetterlings“ mit den Chancen und Risiken künstlicher Intelligenz.

Schecks Anti-Kanon: Paulo Coelho – Der Alchimist


Denis Scheck hat sich vorgenommen, die in seinen Augen schlechtesten Bücher der Weltgeschichte zu lesen und einen persönlichen Anti-Kanon aufzustellen. Weshalb Paulo Coelhos „Der Alchimist“ ein Buch ist, das aus heißer Luft besteht und unbedingt in diesen Kanon gehört, erläutert er in dieser Sendung.

Reitgespräch – Reiten und Streiten mit Juli Zeh und Denis Scheck


Neue Herausforderungen für Denis Scheck bei „lesenswert“: Gemeinsam mit Juli Zeh steigt er in den Sattel, um über Bücher zu gesellschaftlich wichtigen Themen zu sprechen.

Für ihr erstes „Reitgespräch“ haben sie Thea Dorns Buch „Trost – Briefe an Max“ ausgewählt. Die Kulturjournalistin Johanna erzählt in Briefen an ihren Freund und ehemaligen Philosophie-Lehrer Max vom Tod ihrer Mutter. Diese hatte sich in Nord-Italien mit Covid-19 infiziert und verstarb isoliert und einsam im Krankenhaus.

Die Ich-Erzählerin leidet nicht nur unter dem Verlust der Mutter, sondern auch unter den Umständen des Sterbens. So mischt sich die Trauer mit der Wut darüber, dass ihr verwehrt wurde, ihre sterbende Mutter zu begleiten.

In ihrem Postkarten-Briefroman widmet sich die Literatin und Philosophin Thea Dorn der Auseinandersetzung mit der Endlichkeit und der Suche nach Trost in trostlosen Zeiten.

Denis Scheck und Juli Zeh über eine philosophische Annäherung an eine sensible Thematik.

Thea Dorn im Gespräch mit Alexander Wasner

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