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Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Schlaf. So gesehen ist es sehr sinnvoll dafür zu sorgen, dass wir gesund schlafen. Denn unser Körper leidet, wenn er nicht genug Nachtruhe bekommt. Hier einige Tipps zum gesunden Schlaf:

Halten Sie regelmäßige Schlafenszeiten ein

Man schläft besser, wenn sich der Körper auf feste Zeiten einstellen kann. Deswegen sollte die Schlafenszeit um nicht mehr als eine Stunde nach vorne oder hinten variieren. Ganz wichtig ist es aber auch, dass Sie immer zur gleichen Zeit aufstehen. Selbst wenn man später ins Bett geht, spät einschläft oder zwischendurch länger wach liegt, sollte der Frühstart immer zur gleichen Zeit erfolgen.

Eine Frau starrt auf ihren Wecker (Foto: Getty Images, Thinkstock -)
Immer nur den Wecker anstarren, hält wach. Thinkstock -

Vor dem Schlafengehen sollten Sie Aufregung vermeiden: Nicht zu spät vom Joggen oder aus dem Fitness-Studio heimkommen, keine aufregenden Krimis lesen und überhaupt: Verbannen Sie den Fernseher aus dem Schlafzimmer.

Ob wir viel oder wenig Schlaf brauchen, ist angeboren. Experten gehen heute davon aus, dass wir durchschnittlich sieben bis acht Stunden Schlaf brauchen. Allerdings kann das Schlafbedürfnis im Laufe eines Lebens sehr stark variieren.

Die Schlaf-Qualität muss stimmen

Wichtig ist natürlich die richtige Schlafzimmertemperatur. Sie sollte zwischen 16°C und 20°C liegen. Wer es lieber wärmer mag, kann sich mit einer dickeren Decke helfen. Auch die Liegefläche spielt eine Rolle: Ausreichend Platz und eine eigene Matratze sind unerlässlich. Die Auswahl der richtigen Matratze ist eine Wissenschaft für sich. Am besten man lässt sich im Fachgeschäft beraten und testet die Matratze nach Möglichkeit zu Hause über mehrere Nächte.

Bringen Sie den Wecker aus dem Schlafzimmer! Wer sich an regelmäßige Schlafenszeiten hält, braucht in der Regel keinen Wecker zum Aufstehen. Zur Sicherheit können Sie ihn auch in einer Schublade verstecken. Wichtig ist nur, dass Sie keine Uhrzeit sehen, denn das erzeugt bei vielen Schlecht-Schläfern Anspannung und Druck und behindert ein schnelles Wieder-Einschlafen.

Schlafmangel kann krank machen

Ein sichtlich müder und angspannter Mann reibt sich am Morgen seine Augen. (Foto: Getty Images, Thinkstock -)
Schlafmangel kann krank machen. Thinkstock -

Dauerhafter Schlafmangel, der nicht oder falsch behandelt wird, kann gravierende gesundheitliche Folgen haben: geschwächte Abwehrkräfte, Erkältungen, Herpes oder Pilzinfektionen, ein erhöhtes Unfallrisiko und eine erhöhte Gefahr von Schlaganfall, Herz - und Krebsleiden. Aber auch Ängstlichkeit und eine Beeinträchtigung unseres Denkvermögens bis hin zu Verwirrtheitszuständen können die Folge sein.

Wer dauerhaft Probleme hat, ein- oder durchzuschlafen, sollte mit seinem Arzt darüber sprechen. Von einer Einschlafstörung spricht man, wenn Betroffene mehr als eine halbe Stunde brauchen, um einzuschlafen. Oft wird schon die Angst, wieder nicht schlafen zu können, zum Stressfaktor. Allein der Gedanke, ins Bett zu gehen, macht dann hellwach.

Übrigens: Schlaf kann man nachholen. Um sich aber von einer durchwachten Nacht zu erholen, braucht ein Erwachsener mittleren Alters bereits bis zu einer Woche. Nicht zu verachten, ist auch der Mittagsschlaf. Experten haben herausgefunden, dass die innere Uhr des Menschen auf ein Mittagschläfchen programmiert ist. Wer sich eine Siesta gönnt, der ist danach leistungsfähiger als die "Durchhalter", die ihre natürliche Müdigkeit mit Kaffee bekämpfen.

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