Kleidung und Schuhe liegen durcheinander auf dem Boden. (Foto: Colourbox, Foto: Colourbox.de -)

Weniger ist mehr Glücklicher in einem aufgeräumten Zuhause

Spätestens wenn kein Platz mehr im Schrank ist und jeder Winkel im Haus vollsteht, wird klar, dass etwas geschehen muss. Menschen, die ihr Leben entrümpelt haben, berichten durchweg, dass sie mit weniger Besitz glücklicher sind. Doch auch der beste Vorsatz scheitert oft an der Methode.

begehbarer Kleiderschrank (Foto: Colourbox, Foto: Colourbox.de -)
Foto: Colourbox.de -

Wovon kann man sich getrost trennen und was soll bleiben? Auf diese Frage gibt es viele mögliche Antworten, doch die folgenden können dabei helfen, ein aufgeräumtes zu Hause zu schaffen.

Doch das schafft man nicht von heute auf morgen. Dafür ist Disziplin oder auch ein Aufräum-System notwendig. Es gibt verschiedene Methoden, die beim Ausmisten und Ordnung halten helfen sollen.

Bekannte Methoden sind zum Beispiel:

  1. Das KonMari Prinzip (Radikal & Strukturiert): Vertreten durch die japanische Aufräum-Beraterin Marie Kondo, die auch als Autorin und mit ihrer Sendung auf dem Streaming-Dienst Netflix bekannt ist. Grob gesagt: Hier sortieren wir unseren Besitz aus und behalten nur die Dinge, die uns glücklich machen. Bei den Dingen, die wir weggeben, bedanken wir uns vorher höflich - dann soll der Abschied leichter fallen.
  2. Die 3-Kisten-Methode (Schnell & Spontan): Was geht, was bleibt vielleicht und was muss weg - nach diesem Prinzip kann beispielsweise der Kleiderschrank in drei Kisten sortiert und ausgemistet werden. Hier gibt es verschiedene Varianten mit mehr Kisten (z.B. eine Kiste zum verschenken, eine Kiste für den Flohmarkt, etc.).

In der Praxis heißt das:

Das innere eines Kleiderschranks. (Foto: Colourbox, Foto: Colourbox.de -)
Foto: Colourbox.de -

Gehen Sie Schritt für Schritt vor, denn niemand räumt ein ganzes Haus an einem Tag auf. Besser ist es, sich Stück für Stück eine Schublade, ein Fach oder eine Ecke vorzunehmen. Finden Sie den Anfang: Womit soll es losgehen? Soll es der Kleiderschrank sein, oder doch der Schreibtisch?
Stellen Sie sich die Uhr: Schätzen Sie, wie lange Sie für eine Ecke brauchen - und los geht's. So arbeiten Sie fokussierter und verzetteln sich nicht. Gehen Sie strukturiert vor:

  1. Ausräumen - alles muss erst einmal raus.
  2. Aussortieren - was kann weg?
  3. Neu sortieren - sinnvoll einräumen, was übrig ist!

Beispiele:

  • Für den Kleiderschrank: 30 Bügel reinhängen - mehr werden nicht gefüllt!
  • Leben nach dem "Eins kommt-eins geht-Prinzip" - neue Dinge ja, aber immer nur, wenn klar ist, was dafür verschwinden muss.
  • Für den Schreibtisch gilt: Nicht mehr als 3 Projekte dort stapeln. Alles andere kommt in Ordner oder weg!
  • Vorsicht Flächen: Sie verlocken uns dazu, Dinge dort abzulegen - also Regalbretter, Fenstersimse, Sofatische. Versuchen Sie, diese ordentlich zu halten!
  • Kontrollieren Sie auch den Keller, damit sich dort nichts über Jahre verstecken kann!

Fazit:

Unterm Strich geht es bei den meisten Methoden um ähnliche Grundsätze:

  • überflüssige Dinge aussortieren
  • Dinge, die bleiben, neu sortieren
  • keine neuen Dinge kaufen, die nicht notwendig sind
  • das Prinzip regelmäßig anwenden, damit alles ordentlich bleibt

Buchtipps:

Marie Kondo:
Das große Magic-Cleaning-Buch: Über das Glück des Aufräumens.
rororo, März, 2018. 15,- Euro.

Brit Morbitzer:
Weg damit!: Endlich Zeit statt Zeug - Das Minimalismus-Journal.
Frech, 2018. 10,- Euro.

Denise Colquhoun:
Besser Aufräumen, freier leben. Minimalismus für die Wohnung. Tipps - Anleitungen - Checklisten.
Christian Verlag, 2018. 19,99 Euro.

Toni Hammersley:
Platz schaffen: Wie Sie Ihr Zuhause optimal organisieren.
mgv, 2017. 24,99 Euro.

Lina Jachmann:
Der Guide für einen minimalistischen Lebensstil.
Knesebeck, 2017. 24,95 Euro.

Nicole Weiß:
Familie Ordentlich: Familienalltag entspannt im Griff, Ordnung halten, Freiräume schaffen. Die 30-Tage-Challenge"
Humboldt, 2017. 19,99 Euro.

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