Hierzuland Ehrenbreitstein

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Ein Film von Lutz Näkel

Die Festung Ehrenbreitstein - die zweitgrößte Europas - ist wohl jedem ein Begriff. Normalerweise zieht es jedes Jahr hunderttausende Besucher hierher. Doch momentan ist das Festungsgelände gesperrt und die Seilbahn auf den Ehrenbreitstein stillgelegt. Auch hier herrscht durch Corona Ausnahmezustand.

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Der Stadtteil Ehrenbreitstein zu Füßen der Festung, der sich in den letzten Jahren zu einem "hippen" In-Viertel von Koblenz entwickelt hat, leidet auch unter den Kontaktbeschränkungen. Hier leben und arbeiten viele Künstler, und es gibt eine lebendige Theaterszene. Das „Theater am Ehrenbreitstein“ hatte für dieses Jahr mehrere Inszenierungen geplant, jetzt ist erstmal alles abgesagt.

HZL Festung Ehrenbreitstein (Foto: SWR)
So menschenleer wie in diesem Frühjahr war es auf der Festung Ehrenbreitstein wohl noch nie. Die Seilbahn bringt keine Besucher mehr vom Deutschen Eck über den Rhein. Bild in Detailansicht öffnen
Annika Woyda, die Leiterin vom "Theater am Ehrenbreitstein" erfährt viel Unterstützung in der Krise. Mitstreiter Dr. Karlheinz Kienle hat eine Initiative für die Künstler gegründet. Bild in Detailansicht öffnen
Trotz Pandemie - der Wochenmarkt bleibt in Ehrenbreitstein, allerdings mit Auflagen. Nur 83 Kunden sind gleichzeitig erlaubt, und ausschließlich Lebensmittel-Händler. Bild in Detailansicht öffnen
Anja Bogott hat den Markt vor elf Jahren wiederbelebt und organisiert ihn nach wie vor. Bild in Detailansicht öffnen

Die Intendantin Annika Woyda ist trotzdem zuversichtlich, dass zumindest in der zweiten Jahrershälfte der Spielplan wieder eingehalten werden kann. „Und wir freuen uns über den Zuspruch und die Unterstützung unserer Fans“, sagt sie. Ein großer Unterstützer der Ehrenbreitsteiner Kunstszene ist auch Dr. Karlheinz Kienle. Der Arzt ist schon 70, praktiziert aber noch, trotz eigener Bedenken wegen seiner Gesundheit.

Seine Lebensgefährtin, die Keramikerin Anja Bogott, hat vor einigen Jahren den Wochenmarkt im Viertel wiederbelebt, der unter hohen Sicherheitsauflagen auch jetzt stattfindet. Viele Besucher kommen mit der Fähre von Koblenz dorthin, die momentan im wahrsten Sinne darum kämpft, sich über Wasser zu halten: Wegen Corona dürfen pro Fahrt nur 10 Passagiere dabei sein.

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