Schulstraße in Dörrebach

Ein Film von Wolfgang Bartels

Dauer
Dörrebach Ortsansicht (Foto: swr -)
In Dörrebach leben rund 700 Menschen. swr -

Dörrebach liegt im Soonwald in der Nähe von Stromberg. Das Dorf zählt siebenhundert Einwohner und hat zwei Kirchen, eine evangelische und eine katholische. Früher gab es sogar mal ein Schloss. Am anderen Ende des Platzes liegt die alte Schule, die der Schulstraße ihren Namen gegeben hat.

Die Schulstraße ist die Straße der außergewöhnlichen Hobbys. Malerin Nicole Preis trifft sich mit den Kindergarten-Kindern in der Gemeindebibliothek. Diesmal gibt es nicht nur Bücher. Die Kinder dürfen malen – mit der Dörrebacher Malerin.

Schulstraße in Dörrebach (Foto: swr -)
In der alten Schule in der Schulstraße hat auch die Bürgermeisterin ihr Dienstzimmer. swr -

Manfred Derschug ist bekannt als der Mann, der Segelflugzeuge baut, große zum Reinsetzen und kleine als Modelle. Ein paar Häuser weiter in der alten Schule hat ein pensionierter Werkzeugmacher seine Liebe zu Holz entdeckt. Er bastelt Windmühlen, Kutschen, Regale - alles, was das Wohnzimmer aufhübscht.

Früher gab es in jedem Dorf eine Schmiede. Der Wandel in der Landwirtschaft hat sie überflüssig gemacht. Die alten Geräte von damals sammelt Heinrich Seckler in seinem privaten Heimatmuseum.

Familie Hermann mit Tomaten-Garten in Dörrebach (Foto: swr -)
Familie Herrmann baut im Gewächshaus viele hundert Tomatensorten an. swr -

Mehr mit dem Gartenbau hält es Uwe Hermann. Er baut Tomaten an und zwar viele verschiedene: kleine und große, runde und längliche, rote, grüne und gestreifte. Dazu noch die verschiedensten Paprikasorten und Auberginen – alles voll biologisch, ohne Spritzmittel.

Der Treffpunkt für die Großen liegt ganz am Anfang der Schulstraße: Die "Gute Quelle". Die "Seele" der Guten Quelle ist Linde Röser – seit nunmehr fünfzig Jahren. Ihr Beruf als Gastwirtin ist ihr mit nunmehr siebzig Jahren längst zum Hobby geworden. Als sie mit zwanzig das Wirtshaus von den Eltern übernahm, gab es noch Probleme mit den Behörden. Damals war man erst mit 21 volljährig – und die Behörden wollten ihr keine Schankkonzession geben.

Dörrebach Karte (Foto: swr -)
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