Maistraße in Oberarnbach

Ein Film von Christopher Hiepe

Dauer
Oberarnbach (Foto: swr -)
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Passend zum Beginn des Wonnemonats eine Maistraße: zwei davon gibt es nach unseren Recherchen im Land – eine in Koblenz, die andere im 400-Einwohner-Dorf Oberarnbach auf der Sickinger Höhe bei Landstuhl. Früher war die Maistrasse für alle im Dorf nur die "Heckegass" und nicht gerade eine gute Adresse: arme Leute lebten hier, meist Tagelöhner auf den Höfen der Umgebung.

Oberarnbach - Mann in Taubenschlag (Foto: swr -)
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Und dennoch war die Straße eine der Hauptadern im Ort. Die Schule war mal hier, eine Metzgerei, ein Tante-Emma-Laden und eine Maßschneiderei. Die meisten Hecken sind mittlerweile weg und auch alle Geschäfte. Von den drei Taubensportvereinen, die es einmal in Oberarnbach gab, besteht immerhin noch einer. "Heimatliebe" heißt er. Und der Name ist Programm: denn Vorsitzender Dietmar Stahl muss seinen Tauben das Leben in der Maistrasse besonders schmackhaft machen, damit sie auch aus 500 Km Entfernung möglichst schnell wieder ihr Zuhause ansteuern.

Oberarnbach - Straßentotale (Foto: swr -)
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Aber auch die anderen Straßenbewohner scheinen ihre Heimat zu lieben. Vor allem die riesigen Gärten und den weiten Blick in die Landschaft. Eine eigene Theorie haben die Oberarnbacher, was die Herkunft des Straßennamens angeht. Der stamme womöglich gar nicht vom Monat, sondern vom Dialektwort für "Schwätzchen halten" – und das machen die Maistraßenbewohner noch heute ausgesprochen gerne.

Oberarnbach Karte (Foto: swr -)
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