Langgasse in Hochborn

Ein Film von Harald Hort

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Hochborn Ortsansicht (Foto: swr -)
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Hochborn mit seinen gut 400 Einwohnern liegt im Rheinhessischen Hügelland zwischen Alzey und Westhofen. Im Jahr 782 wurde der Ort zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Damals schenkten die Eheleute „Theodo“ (ohne R) und Authilde“ dem Kloster Lorsch „15 Morgen Land und eine Wiese“.

Das Werk der Kirchenmalerin Damaris Wurmdobler in der evangelischen Kirche in Hochborn (Foto: swr -)
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Ein Wingert wird nicht dabei gewesen sein, denn Hochborn ist noch heute ein Weindorf ohne Weinberge! Für diese Region sehr ungewöhnlich. Aber die Weinstöcke stehen alle auf den Gemarkungen der Nachbardörfer. Das tut der Qualität des Hochborner Weines jedoch keinen Abbruch. Schon 1070 ist von einer ersten Kapelle die Rede. Im heutigen evangelischen Gotteshaus hat die Erbes-Büdesheimer Kirchenmalerin Damaris Wurmdobler 1995 ein beeindruckendes Altarbild gestaltet.

Langgasse in Hochborn (Foto: swr -)
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Auch der örtliche Friedhof ist sehenswert. Alte, aber gut erhaltene Grabsteine, besser gesagt, sandsteinerne Grabdenkmäler, stehen hier in so großer Vielfalt und Vielzahl, dass extra für sie eine Denkmalschutzzone ausgewiesen wurde. Und noch ein Gedenkstein fällt in Hochborn ins Auge: Die Germania in der Langgasse. Sie wurde 1871 nach dem Ende des deutsch-französischen Krieges errichtet. Als am Ende des II. Weltkrieges amerikanische Soldaten durchs Dorf zogen, haben sie der Dame den Kopf abgeschossen. Erst 1974 wurde er der Germania wieder aufgesetzt. Und noch etwas Besonderes gibt es bald rund um Hochborn: den „Erz-Rundweg“. Der setzt sich mit dem historischen Erzabbau am Kloppberg auseinander, zu dessen Füßen Hochborn liegt. Dabei wurde „Bohnerz“ abgebaut. Eisenhaltige Kugeln, die man heute noch auf der Gemarkung finden kann.

Hochborn Karte (Foto: swr -)
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