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Ein Film von Stefanie Fink

Die Gemeinde Neuburg liegt im südöstlichsten Zipfel von Rheinland-Pfalz zwischen Rhein und Lauter im Landkreis Germersheim. Im Norden geht es nach Wörth, im Südwesten ist es nur ein Katzensprung bis zur französischen Grenze.

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Neuburgs Geschichte ist eng mit dem Wasser verbunden. Ihr Ort habe den Rhein überquert, sagen die gut 2.600 Einwohner nicht ohne Stolz. Und das kam so: Neuburg, ehemals rechtsrheinisch in einer Schleife des Flusses gelegen, wurde von dem mäandernden Strom unterspült und teilweise fortgeschwemmt.

1595 notierte dies ein Chronist. Infolge haben die Neuburger, immer auf der Flucht vor den Fluten, ihren Ort an einer sichereren Stelle schlicht neugegründet.

Hierzuland Neuburg, Männer ziehen Fahne hoch (Foto: SWR)
Die Männer vom Schifferverein hissen an besonderen Tagen ihre Flaggen am Mast in der Ortsmitte. Bild in Detailansicht öffnen
Die enge Verbindung zum Rhein ist im Ort überall spürbar; am meisten natürlich in der Rheinstraße und vor allem bei Hochwasser. Bild in Detailansicht öffnen
Am Ende der Rheinstraße spitzt sich die Lage zu. Die Feuerwehr checkt, ob die Dämme halten. Bild in Detailansicht öffnen
Etliche Nutrias tummeln sich am Fährzubringer. Auch sie müssen jetzt mit dem Hochwasser klarkommen. Bild in Detailansicht öffnen

Auf der linken Stromseite diesmal, was allerdings den Verlust der Stadtrechte nach sich zog. Noch bis in die 1970er Jahre haben viele der Einwohner, die sich mit einem zünftigen "Jau!" begrüßen, als Lotsen, Schiffer und Fischer gearbeitet; der enge Kontakt zum Rhein ist bis heute geblieben, besonders natürlich in der Rheinstraße.

Sie führt zum Fähranleger, der Neuburg mit dem badischen Flussufer verbindet, und grenzt direkt an einen Altrheinarm. Nicht alle Anwohner sind von den in und am Wasser lebenden Nutrias hingerissen; dafür bekommen die Krähen in der Rheinstraße regelmäßig ein Frühstück mit Wiener Würstchen serviert.

Hierzuland Neuburg Karte (Foto: SWR)
Neuburg Karte
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