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Ein Film von Jennifer Lindemann

Dauer

Tief in einem kleinen Seitental des Rheins liegt Manubach. Der Ort zählt neben Steeg, Bacharach und Diebach zu dem so genannten Viertälergebiet. Etwa 350 Einwohner hat er. Die meisten wohnen in der Rheingoldstraße - die größte und längste Straße des Ortes. Die 1,2 Kilometer lange Durchgangsstraße führt vom Rhein auf die Hunsrückhöhe nach Rheinböllen.

Einige wenige Weinberge an den Südhängen der Rheingoldstraße zeugen von großen Weinbauzeiten. Noch in den 60er Jahren war Manubach eine florierende Weinbaugemeinde - in nahezu jedem zweiten Haus wohnte ein Winzer. Mittlerweile liegen jedoch die meisten Flächen brach. Zu anstrengend und unrentabel war die Arbeit an den Steilhängen. Zur Pflege setzt die Gemeinde jetzt auf Ziegen. Sie fressen das rheinhessische Gestrüpp kurz und klein und verhindern so, dass die Rheingoldstraße überwuchert wird.

Prägend für die Rheingoldstraße sind die Fachwerkhäuser – 22 stehen unter Denkmalschutz. Das älteste ist die ehemalige Schmiede und stammt aus dem Jahr 1587. In der Mitte der Straße findet sich „Jules Lädchen“. In dem kleinen Einkaufsladen kann man sich mit dem Nötigsten eindecken. Gerade für die älteren Anwohner ein Segen – denn das nächste Lebensmittelgeschäft ist Kilometer entfernt. Doch bei Jule gibt es nicht nur frisches Obst und Brötchen, sondern auch die neuesten Geschichten: denn Jule ist die „Kommunikationszentrale“ der Rheingoldstraße….

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