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Ein Film von Harald Hort

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Wachenheim ist nicht einfach Wachenheim! Erst einmal ist zu beachten, dass es den Ortsnamen zweimal in Rheinland-Pfalz gibt. Hier ist nicht das pfälzische, sondern das Wachenheim an der Pfrimm, das Tor zum Zellertal gemeint. Dann ist dieses Wachenheim ein Grenzfall in des Wortes ursprünglicher Bedeutung. Hier treffen nämlich nicht nur der Landkreis Alzey-Worms und der Donnersbergkreis aufeinander, sondern auch Rheinhessen und die Pfalz.

Das hat historische Gründe, denn früher war das die Grenze zwischen dem Großherzogtum Hessen und dem Königreich Bayern. Das Zollhäuschen aus der damaligen Zeit steht noch an der Bundesstraße 47, die als Wormser Straße und Harxheimer Straße Wachenheim durchschneidet. Das belastet den Ort mit täglich bis zu 9.000 Autos! Doch eine Umgehungsstraße ist nicht in Sicht. Es gibt eine historische Kirche, gleich drei ehemalige Burgen und Schlösser, die heute jedoch Gutshöfe geworden sind – und eben dieses Zollhäuschen. Der neue Besitzer hat daraus ein Cafe gemacht, um es in seiner Ursprünglichkeit erhalten zu können. Viel Historisches hängt an den Wänden.

Auf dem Schlossgut Lüll sichert man die Existenz des Anwesens durch einen Event-Betrieb. Das heißt: in dem romantischen Ambiente von Schloss und Schlosspark wird gerne und oft geheiratet und gefeiert. Die vielerorts lebendige Geschichte mag der Grund sein, warum es in dem 600-Seelen-Dorf eine der größten, wenn nicht die größte Sammlung militärischer Uniformen und Ausrüstung der großherzoglich-hessischen Truppen gibt.

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