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Ein Film von Arnold Groß

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Vom Jakobsberg aus, einem der drei „heiligen“ Berge Rheinhessens, genießt man einen herrlichen Blick auf Ockenheim und die gesamte Region. Der Blick reicht in das weite Rheintal, vom Taunus bis zum großen Feldberg hin, den Rheingau, den Hunsrück und das Nahetal. Wer diesen Blick genießen will, muss durch die Bergstraße, denn sie führt zu dem für Ockenheim prägenden Jakobsberg.

Als Straße ist sie eher unauffällig. Es gibt nur wenige Blickfänge und auch die Parkplätze sind rar. Architektonisch ist sie uneinheitlich, sozusagen „wie gewachsen“, bietet vom alten Bauernhaus bis zum modernen „Wohnwürfel“ die verschiedensten Gebäude. Die Bergstraße bietet ein Umfeld, das offenbar kreative Menschen hervorbringt bzw. anzieht. Sowohl im traditionellen Bereich des Weinbaus als auch in der Werbung und der freien Kunst. Da gibt es einen Winzer, der die Weinbaukultur nachfolgenden Generationen vermittelt und einen anderen, der mit modernsten Methoden Spitzenweine produziert. Ein Werbeprofi bringt das Layout bekannter Marken auf die Höhe der Zeit. Und ein junger Mann, der durch einen Schicksalsschlag zur Kunst gekommen ist, wird mit seiner Airbrush-Malerei wohl noch seinen Weg machen, und zwar, wie es für einen Bewohner der Bergstraße naheliegt, bergauf.

Ockenheim liegt nur wenige Kilometer vom Rhein entfernt. Die zweieinhalbtausend Einwohner-Gemeinde nahe Bingen ist vom Weinbau geprägt. Ihre Lage im Rheintal bietet beste klimatische Voraussetzungen dafür. Die landschaftlich schöne und verkehrsgünstige Lage macht Ockenheim auch als Wohn- und Freizeitort attraktiv. Prägend für das Ortsbild ist die von weitem sichtbare Ockenheimer Pfarrkirche St. Peter und Paul. Erbaut wurde sie im Jahre 1774 im Stil einer Barockkirche. Einen Blickfang ganz anderer Art bietet ein mächtiger zirka 350 Jahre alter Kastanienbaum auf dem Friedhof. Bekannt ist Ockenheim nicht zuletzt wegen des Klosters Jakobsberg. Das Benediktinerkloster hat sich inzwischen vor allem auch als katholische Bildungsstätte einen Namen gemacht.

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