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Ein Film von Christian Gallon

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Sie ist gerade mal 800 Meter lang – bietet all das, was die Menschen zum täglichen Leben so brauchen: die Hauptstraße in Mörsch. Bäckerei, Apotheke, Sparkasse, Friseur und Lebensmittelgeschäft sorgen für eine gute Grundversorgung. Dazu kommt, dass die Mörscher selbst das Prinzip „versorgen, helfen, behüten“ zu ihrer Lebensphilosophie gemacht haben. So ist nicht nur die katholische Heilig-Kreuz-Kirche ein Segenspender – vor allem der 71-jährige Richard Seitz ist eigentlich „der gute Geist“ in der Hauptstraße. Er kümmert sich seit rund 55 Jahren nicht nur um die kirchlichen Belange seiner Mitbürger – nebenbei betreut er auch noch die katholische Kinder- und Jugendbücherei.

Sich kümmern, hegen und pflegen – das ist das Motto von Sonja Gimbel und Michael Zaffiro. Das Rentnerpaar lebt seit zehn Jahren in der Hauptstraße – und genauso lange schon haben sie die Patenschaft für das Bürgergärtchen: ein kleiner grüner Treffpunkt mitten im Ort, rund um den Brunnen des Hl. Stephan – dem Schutzpatron der Mörscher. Ein „Schutzpatron“ ganz anderer Art ist Armin Zisterer. Der Schwabe zog vor zwölf Jahren hierher in die Pfalz – und kümmert sich seitdem um rund 1000 Menschen. In seiner eigenen Praxis und zuhause betreut der Landarzt aus Mörsch Patienten zwischen 20 und 90 Jahren.

Und noch ein Versorger lebt in der Hauptstraße: Die Familie Wild – ein landwirtschaftlicher Familienbetrieb, der mit seinen regionalen Produkten von Spargel, Kohl bis Eier und Wein seine Kunden versorgt. So kann sich der Hl. Stephan glücklich schätzen Schutzpatron von Mörsch zu sein – dank der engagierten Mörscher, bleibt ihm genügend Zeit, die er als Schutzheiliger der Böttcher, Kutscher, Maurer, Steinhauer, Pferdeknechte, Weber, Schneider und Zimmerleute auch gut gebrauchen kann.

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