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Ein Film von Gudrun Fünter

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Inmitten der Burgstraße steht die sogenannte "Burg von Mertloch". 1584 gehörte sie dem wohlhabenden Junker "Johannes Schnetz zu Grenzaw". Der vermachte per Testament seine gesamten Ländereien den "Ärmsten der Armen" im Kirchspiel Mertloch. Die Junker-Stiftung ist mittlerweile fast 430 Jahre alt, aber sie ist noch immer ertragreich. Und die Mertlocher müssen sich auch heute noch Gedanken machen, welche Bedürftigen sie im Sinn des Junkers unterstützen; keine leichte Aufgabe.

Mertloch_Burgstrasse (Foto: SWR, SWR -)
Die Burgstraße in Mertloch SWR -

Rund um die alte Burg sind fast alle Häuser eigentlich Höfe. Drei werden im Vollerwerb betrieben. Schweine grunzen in den Ställen. Wer will, kann in der Burgstraße auch frische Kartoffeln kaufen. Andere Höfe gehören heute Liebhabern, die sogar aus der Großstadt nach Mertloch gezogen sind, um Landluft zu schnuppern. An Hausfassaden und Innenhöfen ist zu erkennen, ob die Besitzer Schreiner oder Steinmetz sind.

Mertloch_Boulodrom (Foto: SWR, SWR -)
Das überdachte "Boulodrome" SWR -

Die alte Burg selbst ist ein belebter Ort und hat manchmal so viele Besucher, dass die Burgstraße regelrecht zugeparkt ist und die Landwirte mit breiten Maschinen nicht mehr durchfahren können. Das liegt an der "Alten Remise". Ein Gastronom aus dem Schwarzwald bietet spanische Küche und ein französisches "Boulodrome" zum überdachten Boule-Spiel, dazu ein Ambiente zum Wohlfühlen drinnen und draußen. Und keine Frage, serviert werden hier unter anderem Kartoffeln von nebenan, aus der Burgstraße in Mertloch.

Karte Mertloch (Foto: SWR, SWR -)
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