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Ein Film von Jennifer Lindemann

Ernstweiler ist ein Stadtteil von Zweibrücken und liegt in der Westpfalz. Rund 2.500 Einwohner hat die Gemeinde.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:05 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Obwohl die Ortschaft schon über 1.000 Jahre alt ist, sind viele Häuser neueren Baudatums. Denn wo einmal der alte Ortskern war, ist heute ein großes Industriegelände. Erholung finden die Ernstweiler im Prinzenpark - eine große Grünfläche mit Spielplatz und Boule-Anlage. Unweit des Prinzenparks windet sich die Freudenbergerhofstraße den Berg hinauf. Sie ist lang und steil - über einen Kilometer geht sie bergauf, bevor sie den Freudenbergerhof erreicht. Der Hof liegt etwas außerhalb und ist in der Region Zweibrücken als Erdbeerparadies bekannt. Der Freudenbergerhof wird in der fünften Generation bewirtschaftet. Es sind Nachfahren von Mennoniten, eine Glaubensgemeinschaft, die nach dem 30jährigen Krieg in die Pfalz kam.

Ernstweiler in Bildern

Gewerbegebiet Zweibrücken mit Freudenbergerhofstraße (Foto: SWR, SWR -)
Ernstweiler ist etwa 1.000 Jahre alt, den Häusern sieht man das nicht an. Denn der alte Ortskern hat einem Industriegelände Platz gemacht. SWR - Bild in Detailansicht öffnen
Ein Schild mit Geschichte: Es erinnert an die Kirche der Täufer, die im 17. Jahrhundert hier Freiheit suchten. SWR - Bild in Detailansicht öffnen
Der Freudenbergerhof verleiht der Straße ihren Namen. Geführt wird der Hof mittlerweile in der fünften Generation. SWR - Bild in Detailansicht öffnen
Hier werden keine Kartoffeln mehr angebaut, sondern Erdbeeren. SWR - Bild in Detailansicht öffnen

Damals war die Pfalz fast menschenleer. Die ersten Neusiedler sind Mennoniten aus der Schweiz - sie sind als tüchtige Landwirte bekannt. Doch in ihrer Heimat werden sie wegen ihres Glaubens verfolgt. In der Pfalz wird ihnen aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage Land- und Religionsfreiheit versprochen. Die Rechnung geht auf: Die Mennoniten haben nach dem 30jährigen Krieg erheblich zur wirtschaftlichen Entwicklung der Pfalz beigetragen. In der Freudenbergerhofstraße erinnert eine Gedenktafel an die Täuferkirche, die dort einmal stand. Eine Kirche, in der die Mennoniten sich im Erwachsenenalter zu ihrem Glauben bekannt haben.

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