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Ein Film von Gudrun Fünter

Krunkel mit seinem Ortsteil Epgert liegt direkt an der A 3 im Westerwald. Die Autobahnauffahrt ist keine zwei Kilometer entfernt. Ein Vorteil für die 600 Krunkeler, denn fast alle müssen fahren, um woanders zu arbeiten, woanders zur Schule zu gehen, woanders einzukaufen. Da ist es eine Herausforderung, den Gemeinsinn im eigenen Ort zu bewahren.

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Die Krunkeler sind mitten in der Dorferneuerung, sie gestalten unter anderem Plätze und Treffpunkte im Dorf. Neu ist ihr "Devon-Platz", der an das Erdaltertum in der Region erinnert. Er soll touristisch attraktiv, Tor zum Geopark Westerwald-Lahn-Taunus, werden. Doch das wichtigste gemeinsame Projekt ist in der Kirchstraße fertig geworden: ein naturnah gestalteter Dorfplatz mit großem Kinderspielplatz. Auch im Winter ist er ein Treffpunkt: Hier startet der Verschönerungsverein eine Wanderung für Kinder und junge Familien. Geprägt ist die Kirchstraße durch die katholische Herz-Jesu Kirche. Sie ist darüber hinaus eine reine Wohnstraße, führt durch Krunkel in den Ortsteil Epgert.

Hier ist vor fünf Jahren eine Künstlerin aus Bonn zugezogen mitsamt ihres Figurentheaters "guck mal". Im Hof ihres Hauses entstand eine Probebühne. Das aktuelle Stück handelt von mutigen Menschen, die zusammenhalten und gemeinsam Gefahren beherrschen. So versuchen es die Krunkeler mit ihrer WhatsApp-Gruppe "Wachsames Krunkel". Auch in der Kirchstraße sind Anwohner durch Einbrecherbanden bedroht, die vor allem die Dörfer entlang der A 3 heimsuchen; die Autobahn bietet einen schnellen Fluchtweg. Wer etwas Auffälliges sieht, verschickt die Nachricht an "Wachsames Krunkel"- und schnell sind alle gewarnt.

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