Bahnhofstraße in Dümpelfeld

Ein Film von Lutz Näkel

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Dümpelfeld Ortstotale (Foto: SWR, SWR -)
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Den Bahnhof gibt es noch, aber die Bahn fährt schon lange nicht mehr. Dabei verdankt die Bahnhofstraße ihr Entstehen einzig der Eisenbahn. Vor genau 100 Jahren wurde der alte Bahnhof von Dümpelfeld, der in der Ortsmitte lag, stillgelegt und der neue am Ortsrand eröffnet. Der Bahnhof war damals das einzige Gebäude in der Bahnhofstraße, nach und nach baute man dort immer mehr Häuser.

Spielzeugeisenbahn vor Haus (Foto: SWR, SWR -)
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In den 1970er Jahren begann der langsame Rückzug der Bahn. Viele Gleise wurden abgebaut, der Bahnhof verlor seine Bedeutung und die Züge hielten an einem „Bahnhaltepunkt“, einem kargen Unterstand aus Beton. 1986 war auch damit Schluss, die Bahn stellte den Verkehr komplett ein und baute die Gleise ab. Für die Bahnhofstraße bedeutete dies einen unerwarteten Aufschwung: Denn durch den Wegfall der Bahntrasse entstanden Baugrundstücke, die in Dümpelfeld ansonsten Mangelware sind.

Ortsvorsteher salutiert (Foto: SWR, SWR -)
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Mehrere Einfamilienhäuser wurden errichtet, aber auch das Dorfgemeinschaftshaus und ein Fertigungsbetrieb für Spezialmaschinen, die weltweit im Druckgewerbe Einsatz finden. In letzter Zeit gibt es Überlegungen, die stillgelegte Bahn zu reaktivieren. Die Anlieger in der Bahnhofstraße fragen sich nun, ob die Neubauten dann wieder abgerissen werden müssen…

Karte Dümpelfeld (Foto: SWR, SWR -)
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